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30 März 2012

Rockmusik ohne Gehörschutz führt zu Hörverlust

Laute Musik gehört zum Tagesgeschäft für Rockmusiker. Auch auf Konzerten ist es für viele von Bedeutung, den Bass im ganzen Körper zu spüren. Solche Lautstärken gehören dazu seit es Rockmusik gibt. Doch das hat ernsthafte Folgen für das Gehör.

Rockmusik ohne Gehörschutz führt zu Hörverlust

Für viele Rockbands ist eine hohe Lautstärke Teil des Images. Für manche ist es sogar das wichtigste Kennzeichen. Hohe Lautstärken gehören zum Rock seit Beginn der Rockgeschichte, die Bands wie Deep Purple, The Who, Led Zeppelin und Black Sabbath geschrieben haben.

Doch leider bringen Rockkonzerte nicht nur fantastische Erlebnisse für Musiker und Konzertbesucher mit sich. Hörverlust und Tinnitus sind gefährliche Begleiter, wenn Lautstärken von 130 Dezibel erreicht werden. Bereits ab 85 Dezibel besteht Gefahr für das Gehör.

Manowar

Die Heavy-Metal-Band Manowar steht im Guinness-Buch der Rekorde als die lauteste Band der Welt. Sie erhielt diesen Titel zum ersten Mal im Jahre 1984 und ein zweites mal zehn Jahre später, da sie Lautstärken von 129,5 Dezibel erreichte. Anschließend wurde diese Kategorie aus dem Guinness-Buch der Rekorde entfernt, sodass dies keinen Anreiz mehr für Musiker darstellt, sich bei dem Versuch den Weltrekord zu brechen, das Gehör zu schädigen. Gerüchten zufolge hat Manowar jedoch seitdem die Lautstärkegrenze von 139 Dezibel beim Magic Circle Festival in Bad Arolsen geknackt.

The Who

Acht Jahre vor Manowars erstem Rekord ging die Band The Who in die Geschichte ein, als sie im Sportstadium, The Valley, in London mit 126 Dezibel spielten. Dieses Konzert war Teil der Tour zum „The Who By Numbers“ Album.

Led Zeppelin

Bei einem Konzert der britischen Band Led Zeppelin konnte die „American Speech-Language-Hearing Association“ 1969 eine Lautstärke von 130 Dezibel bei dem Song “Heartbreaker”messen. Ein Jahr später schrieb das Rolling Stone Magazine, dass der Song “Whole Lotta Love” die lauteste Live-Nummer der Band  1970 war.

Deep Purple

Folgendes klingt schon fast unglaubhaft, doch als die Band Deep Purple 1972 im Guinness-Buch der Rekorde stand, erreichte sie bei einem Konzert im Londoner Rainbow Theater eine Lautstärke von 117 Dezibel. Im Theater ist Platz für 3000 Besucher. Die Kombination aus der besonders hohen Lautstärke im geschlossenen Raum ließ einige Besucher sogar ohnmächtig werden.

Mötorhead

Wer ein Album mit dem Namen “Everything Louder Than Everything Else” veröffentlicht, muss laut spielen, sonst bekommen die Besucher ja nicht das, was ihnen versprochen wurde. Und es besteht kein Zweifel daran, dass Mötorhead ihr Versprechen eingelöst haben.

Crosby, Stills and Nash

Einer der Musiker, der aufgrund seiner Musik schwerhörig wurde, ist Stephen Stills von Crosby, Stills and Nash. Viele Jahre lang hat er bei Konzerten oder Studioaufnahmen keinen Gehörschutz verwendet. Heute jedoch folgt er dem guten Rat seines Kollegen Neil Young und verwendet Hörgeräte.

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Quellen:www.meyersound.com,www.gibson.com

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