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23 September 2010

Schmerztabletten können Hörverlust verursachen

Rezeptfreie Schmerzmittel wie Aspirin und Paracetamol können bei häufiger Einnahme zu einer Schwerhörigkeit führen. Besonders junge Männer sind in der Risikozone.

Schmerztabletten können Hörverlust verursachen

Forscher der Harvard University haben herausgefunden, dass leicht zugängliche Schmerzmittel einen negativen Effekt auf das Gehör haben können. Besonders junge Männer sind bei regelmäßiger Einnahme in Gefahr.

Je jünger - desto gefährdeter

Die Untersuchung deutet darauf hin, dass die Wahrscheinlichkeit für Hörverlust bei der Einnahme von Schmerzmitteln von mehr als zwei Mal wöchentlich bis zu einem Alter von 50 Jahren verdoppelt wird. Die Teilnehmer unter 59, die regelmäßig Aspirin einnahmen, hatten eine 33 Prozent höhere Wahrscheinlichkeit an Schwerhörigkeit zu leiden, als die Teilnehmer, die kein Aspirin einnahmen. Männer über 60 Jahre hatten kein erhöhtes Risiko für Schwerhörigkeit aufgrund des Aspirins.

In Bezug auf den Wirkstoff Paracetamol konnte die Untersuchung Folgendes feststellen: Die Menschen, die unter 50 Jahre alt waren und regelmäßig Paracetamol einnahmen, hatten eine 100 Prozent höhere Wahrscheinlichkeit für Schwerhörigkeit im Vergleich zu denen, die kein Paracetamol einnahmen. Mit anderen Worten war die Wahrscheinlichkeit für Schwerhörigkeit verdoppelt. In der Altersgruppe 50 bis 59 Jahre lag die Wahrscheinlichkeit 38 Prozent höher und bei den über 60-Jährigen 16 Prozent höher im Vergleich zu denen die kein Paracetamol einnahmen.

Die Studie

Die Forscher analysierten Daten, die von Gesundheitschecks von 26.000 über 18 Jährigen stammen. Bei den Gesundheitschecks füllten die Patienten ebenfalls ein Fragebogen zum Gebrauch von Schmerzmitteln aus. Als regelmäßiger Gebrauch von Schmerzmitteln war dabei die Einnahme von Schmerzmitteln ab zwei Mal wöchentlich definiert. Die Ergebnisse wurden von anderen Faktoren, die den Hörsinn beeinflussen können, bereinigt. Dazu gehören Alter, Geschlecht, BMI, Alkoholkonsum, die Einnahme von Folaten, körperliche Aktivität, Rauchen, Bluthochdruck, Diabetes, Herz-Kreislauferkrankungen und Cholesterol.

Quelle: www.heraldsun.com.au

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