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24 März 2009

Schwerhörige von Arbeit erschöpft

2008 führte Hear-it eine Reihe von Onlineuntersuchungen durch, die sich mit dem Alltag und den Bedingungen für Schwerhörige beschäftigten. Die Ergebnisse der Untersuchungen werden in einer Artikelserie auf Hear-it veröffentlicht. Hier ist der dritte Beitrag.

Schwerhörige von Arbeit erschöpft

Drei von vier Schwerhörigen geben an, nach einem Arbeitstag geschafft zu sein. Dies ergab eine Onlineuntersuchung, durchgeführt von Hear-it. Viele geben sogar auf und verlassen den Arbeitsmarkt.

Sich erschöpft zu fühlen ist ein weitverbreitetes Phänomen unter schwerhörigen Arbeitnehmern. Ganze 75 Prozent sind laut einer Onlineuntersuchung, durchgeführt von der nichtkommerziellen Organisation, Hear-it, betroffen.

”Wer ein schlechtes Gehör hat, wird schnell müde vom Konzentrieren, um überhaupt in der Lage zu sein, Gesprächen mit Kollegen am Arbeitsplatz folgen zu können”, so Kim Ruberg, Secretary General, Hear-it.

Untragbare Zustände

„Wenn jegliche Energie auf das bloße Verständigen am Arbeitsplatz verwendet wird, ist nicht mehr viel übrig für Familie und Freizeit. Das stellt ein Problem dar. Für viele Schwerhörige steigt die Anzahl der Krankentage. Viele Betroffene spielen mit dem Gedanken, ihre Arbeit sogar vollständig aufzugeben“, so Ruberg weiter.

Schwerhörige Arbeitnehmer melden sich häufiger krank, als ihre Kollegen mit normalem Gehör. Dies ergab eine niederländische Untersuchung. Außerdem scheidet jeder Fünfte frühzeitig aus dem Arbeitsleben aus. Diese Studie wurde vom Dänischen Institut für Forschung veröffentlicht.

Hilfegeräte machen den Unterschied

„Es ist nicht gut, dass Menschen mit herabgesetztem Hörvermögen es so schwer am Arbeitsplatz haben, besonders wenn sie dies eigentlich gar nicht müssten“, erklärt Ruberg. Hilfsgeräte wie Hörapparate können den Unterschied machen. Gleiches gilt für meist einfache Veränderungen an der Akustik am Arbeitsplatz.

Ruberg empfiehlt Arbeitgebern bessere Bedingungen zu schaffen, die den schwerhörigen Abreitnehmern gleiche Bedingungen wie ihren normalhörenden Kollegen ermöglichen. Gleichzeitig unterstreicht er auch, dass die Schwerhörigen selbst einen wesentlichen Teil zur Verbesserung der Situation beitragen können, indem sie sich in fachmännische Beratung und Behandlung begeben.

Über die Untersuchung

331 Hear-it-Nutzer nahmen online an der Befragung teil, die Teil einer Reihe von Befragungen zum Thema, Bedingungen für Hörgeschädigte, war.

Andere Ergebnisse der Untersuchung:

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