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Schwerhörigkeit macht arbeitslos

Einer von fünf hörgeschädigten Menschen verlässt den Arbeitsmarkt und fast 15 Prozent fühlen sich nach der Arbeit so verausgabt, dass sie für Freizeitaktivitäten keine Kraft mehr haben.

Schwerhörigkeit macht arbeitslos

Laut einer umfassenden Studie des dänischen Sozialforschungsinstitut an der 1600 Hörgeschädigten teilnahmen, sind viele der Meinung, dass ihre Schwerhörigkeit sie am Arbeiten und einem regen Sozialleben hindere.

Schwierig, auf dem Arbeitsmarkt zu bleiben

Hörgeschädigte Arbeitnehmer verlassen den Arbeitsmarkt wesentlich häufiger als ihre normal hörenden Kollegen. In der Gruppe der Hörgeschädigten bekommen 18 Prozent Invalidenzuschuss. In der Allgemeinbevölkerung bekommen 7 Prozent Invalidenzuschuss. Im Allgemeinen fällt es Hörgeschädigten schwer, auf dem Arbeitsmarkt Fuß zu fassen. Die Arbeitslosenrate unter ihnen liegt bei 7,5 Prozent, im Vergleich zu der allgemeinen dänischen Arbeitslosenrate von 4,8 Prozent.

Die meisten Hörgeschädigten kommen auf ihrer Arbeit gut zurecht, beim Telefonieren und bei der Teilnahme an Kollegengesprächen entstehen jedoch häufig Probleme. 77 Prozent der Befragten gaben an, sie hätten Schwierigkeiten, sich mit mehreren Kollegen auf einmal zu unterhalten.

Harte Arbeitstage

Die Verständigungsprobleme erschweren einen normalen Arbeitstag sowohl psychisch als auch physisch und viele Arbeitnehmer mit Hörminderungen sind am Feierabend erschöpft. Siebenundvierzig Prozent von ihnen sagen, sie seien geistig erschöpft, im Vergleich zu durchschnittlich 36 Prozent der Allgemeinbevölkerung . 51 Prozent sagen, gelegentlich erschöpft zu sein, wohingegen das nur 31 Prozent der arbeitenden Allgemeinbevölkerung sagen.

Insgesamt deutet die Studie darauf hin, dass Schwerhörige leichter das so genannte Burn-Out-Syndrom erleiden als normal hörende Arbeitnehmer. Dreizehn Prozent sagen, ihnen fehle die Energie, um ihre Hobbys zu pflegen. Außerdem gibt es u.a. drei Mal so viele mentale Probleme bei hörgeschädigten Arbeitnehmern wie in der Allgemeinbevölkerung.

Quelle: "Når hørelsen svigter. Om konsekvenserne af hørenedsættelse i arbejdslivet, uddannelsessystemet og for den personlige velfærd." ("Wenn das Gehör versagt: Auswirkungen von Hörverlust auf Arbeit, Ausbildung und persönliche Gesundheit"). Ausgeführt von dem dänischen Sozialforschungsinstitut, 2003

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