Die Nummer 1 Webseite zum Thema Hören und Schwerhörigkeit
Seit 1999

Schwerhörigkeit und Demenz

Menschen mit unbehandeltem Hörverlust entwickeln bis zu fünf Mal häufiger Demenz. Das hat eine Studie ergeben.

Schwerhörigkeit und Demenz

Im Vergleich zu Personen mit normalem Gehör, haben Menschen mit Schwerhörigkeit auch ein höheres Risiko für Demenz.

Menschen mit leichter, moderater und schwerer Schwerhörigkeit erkranken 2, 3 und 5 Mal öfter an Demenz, als Menschen mit normalem Gehör.

Das höhere Risiko lässt sich auch statistisch dokumentieren, wenn man die anderen Risikofaktoren für Demenz, wie Diabetes, Bluthochdruck, Alter, Geschlecht und Rasse berücksichtigt.

Die Ergebnisse wurden 2011 in einer Studie von Frank Lin, HNO-Arzt und Epidemiologe an der Johns Hopkins School of Medicine in den USA veröffentlicht. Er und sein Team folgten 639 Patienten mit Schwerhörigkeit 18 Jahre lang. Keiner der Probanden hatte zu Beginn der Studie eine kognitive Störung. Im Laufe der 18 Jahre wurden bei 58 Probanden Demenz diagnostiziert.

Risiko für Demenz vom Grad der Schwerhörigkeit abhängig

Eine weitere Studie, die 2012 von Gallacher et al veröffentlicht wurde, hat diese Ergebnisse bestätigt. In dieser Studie wurden 1057 Männer über einen Zeitraum von 17 Jahren beobachtet. Die Autoren fanden einen starken Zusammenhang zwischen Hörverlust und sowohl Demenz, als auch den kognitiven Fähigkeiten. Für jede 10 dB Hörverlust stieg das Risiko für Demenz mit dem Faktor 2,7. 

Quelle: "Hearing well to train your brain" von Prof. Frank R. Lin und Prof. E. Sophia Krame

Bitte benutzen Sie unsere Artikel

Sie dürfen unsere Artikel sehr gerne verwenden und zitieren. Die einzige Bedingung ist, dass Sie einen direkten Link zu dem bestimmten Artikel auf unserer Seite bereitstellen.

Leider können Sie unsere Bilder nicht verwenden, da wir selber nicht das entsprechende Urheberrecht haben und die Bilder nur direkt auf unserer Seite verwenden dürfen.