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Schwerhörigkeit verursacht milliardenschweren Produktivitätsverlust

Schwerhörigkeit verursacht milliardenschweren Produktivitätsverlust

Jeder 10. Arbeitnehmer hört schlecht. Das kostet die dänische Gesellschaft allein für die Altersgruppe der 50-64-Jährigen einen jährlichen Produktivitätsverlust von 360 Millionen €. Wegen ihrer Hörschwierigkeiten gehen viele auf Teilzeit oder scheiden ganz aus dem Arbeitsleben aus.

Dieses Ergebnis wurde in einem wissenschaftlichen Bericht über die gesellschaftlichen Folgen von Hörminderungen und Frührente am 23. Oktober 2006 veröffentlicht.

Abschied vom Arbeitsleben

In einer Gesamtbevölkerung von 5,4 Millionen sind 670.000 Dänen über 18 Jahren schwerhörig. Aus dem neuen wissenschaftlichen Bericht des dänischen Instituts für Sozialforschung geht hervor, dass sich die jährlichen Kosten des Produktivitätsverlusts für die Gesellschaft allein in der Altersgruppe der 50-64-Jährigen jährlich auf 360 Millionen € belaufen. Das entspricht einem Verlust von 11.234 dänischen Vollzeit-Arbeitsplätzen durch Schwerhörigkeit, was eine Folge reduzierter Arbeitszeit oder vollständigen Ausscheidens aus dem Arbeitsmarkt ist. Leitet man von den dänischen Fakten ab, läge der Europa-weite Produktivitätsverlust in der Altersgruppe der 50-64-Jährigen bei 24 Milliarden €.

Ungefähr jeder zehnte Arbeitnehmer ist schwerhörig und versteht eventuell nicht einmal den morgendlichen Gruß oder mündliche Anweisungen, die an ihn gerichtet sind. Das hat ernste Folgen sowohl für den Betroffenen als auch für die Wirtschaft des Landes.

Keine vorher veröffentlichte nationale oder internationale Studie hat systematisch berechnet, in welchem Umfang Hörminderungen Arbeitslosigkeit und Frührente verursachen.

Seien Sie offen

Der frühere dänische Weltklasse-Champion im Radfahren Hans-Henrik Ørsted ist einer der 670.000 Erwachsenen in Dänemark, die Probleme mit ihrem Gehör haben.

”Ich brachte erst mit Anfang 40 den Mut auf, über meine Probleme, die ich seit vielen Jahren mit meinem Gehör habe, zu sprechen,” sagte er.

“Seitdem habe ich gelernt, dass man seinen Beruf sogar bei ziemlicher Schwerhörigkeit immer noch gut ausführen kann. Auf der Arbeit habe ich gelernt, offen zu sein und meine Kollegen, Arbeitgeber und Kunden auf meine Hörschwierigkeiten aufmerksam zu machen. Offenheit und Hörhilfen, wie Hörgeräte und Schleifensysteme, werden es vielen, die sonst vielleicht das Handtuch hingeworfen hätten, ermöglichen, noch lange weiter zu arbeiten.”

Hans-Henrik Ørsted bekleidet heute eine Manager-Position in der dänischen Geschäftswelt.

Über die Studie

Der wissenschaftliche Bericht wurde vom dänischen Institut für Sozialforschung, Socialforskningsinstituttet, erarbeitet und beinhaltet eine quantitative und qualitative Untersuchung mit Fokus auf 50 bis 64-jährige Dänen. 2.407 Teilnehmer antworteten auf schriftlichen Fragebögen und 39 von ihnen nahmen an qualitativen Interviews teil.

 

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