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Schwerhörigkeit verursacht Schwierigkeiten am Arbeitsplatz

Arbeitnehmer mit unbehandeltem, leichtem oder mittelschwerem Hörverlust leiden unter psychischen und sozialen Problemen am Arbeitsplatz.

Schwerhörigkeit verursacht Schwierigkeiten am Arbeitsplatz

Arbeitende Erwachsende mit leichter oder mittelschwerer Schwerhörigkeit leiden besonders am Arbeitsplatz unter der Beeinträchtigung - Es sei denn, sie verwenden ein Hörgerät. Dies ergab eine Studie aus Italien.

In der Studie wurden 73 Menschen mit Hörverlust mit einer Gruppe von 96 Menschen mit voll funktionstüchtigem Gehör verglichen. In Bezug auf Geschlecht, Alter und Beruf waren die Gruppen gleichermaßen zusammengestellt.

Die Teilnehmer mit Hörverlust erlebten öfter Probleme am Arbeitsplatz - sowohl psychische als auch soziale. Dies kam durch ein höheres Auftreten von Depression, Angst, Empfindlichkeit und Feindlichkeit zum Ausdruck.

Die emotionalen Auswirkungen der Schwerhörigkeit resultierten auch darin, dass die schwerhörigen Arbeitnehmer Schwierigkeiten in sozialen Situationen hatten - Und diese gibt es an fast jedem Arbeitsplatz zahlreich.

Für viele Schwerhörige wird dies zum bösen Kreislauf. Die Probleme, sich in soziale Gefüge einzugliedern, führen zur Isolation und einem Minderwertigkeitsgefühl. Das wiederum beeinflusst die allgemeine Gesundheit und die Lebensqualität der Schwerhörigen.

Auf Grundlage dieser Ergebnisse sollten Arbeitnehmer mit leichter oder mittelschwerer Schwerhörigkeit die Anschaffung eines Hörgeräts in Erwägung ziehen. Verschiedene Untersuchungen haben gezeigt, dass diese Hilfsgeräte die Lebensqualität positiv beeinflussen. Aber genauso wichtig ist auch der Dialog zwischen den Betroffenen und deren Arbeitskollegen, sowie den Vorgesetzten, um für alle Implizierten die bestmöglichen Voraussetzungen zur Entwicklung eines gesunden Arbeitsklimas zu ermöglichen.

Quelle:”Psychological Profile and Social Behaviour of Working Adults with Mild or Moderate Hearing Loss”, Acta Otorhinolaryngol Ital., April 2008.

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