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02 April 2009

Schwerhörigkeits-epidemie erreicht die USA

Der Gebrauch von persönlichen Musikabspielgeräten sowie der steigende Bevölkerungsaltersdurchschnitt können zu einer Schwerhörigkeitsepidemie führen.

Schwerhörigkeits-epidemie erreicht die USA

Einer von drei Erwachsenen im Norden Amerikas, also 55 Millionen Menschen, leiden in variierendem Grade an einer einseitigen oder auch beidseitigen Schwerhörigkeit. Dies ergab eine Untersuchung, durchgeführt von Wissenschaftlern der Johns Hopkins Universität, Baltimore, Maryland.

Einer von sechs Erwachsenen hat Probleme, normalen Konversationen zu folgen. Dies deutet auf eine höhere Verbreitung von Schwerhörigkeit hin, als bisher angenommen.

”Das Vorkommen von Hörverlust in den Vereinigten Staaten wird ebenfalls wegen steigendem Altersdurchschnitt der Bevölkerung und dem vermehrten Gebrauch von MP3-Playern steigen. Es gibt also Hinweise, dass wir wirklich vor einer Schwerhörigkeitsepidemie stehen”, so Dr. Yuri Agrawal, einer der Forscher.

Im Rahmen der Untersuchung wurden die Daten von 5742 Amerikanern im Alter von 20 bis 69 Jahren ausgewertet. Die Daten wurden in den Jahren 1999 bis 2004 gesammelt. Es stellte sich heraus, dass 8,5 Prozent der Teilnehmer im Alter von 20 bis 30 Jahren unter einem Verlust des Hörvermögens in den hochfrequenten Tönen litten. Dazu im Vergleich trat dies bei 17 Prozent der Teilnehmer im Alter von 30 bis 39 Jahren auf.

Verbreitung von Geschlecht, Rasse und Bildungsstand abhängig

Die Studie zeigte auch, dass es Unterschiede in Bezug auf Geschlecht, Rasse und Bildungsgrad gab.

Männer sind doppelt so häufig von Hörverlust betroffen im Vergleich zu den Frauen. Im Durchschnitt waren es 21 Prozent der Männer, und 11 Prozent der Frauen. Weiße Amerikaner und Amerikaner mexikanischer Abstammung leiden häufiger an Schwerhörigkeit als Amerikaner afrikanischer Herkunft. Amerikaner afrikanischer Herkunft neigen zu 70 Prozent weniger zur Ausbildung von Hörverlust.

In Bezug auf den Bildungsstand zeigte sich, dass Menschen mit niedrigerem Bildungsstand öfter an Schwerhörigkeit leiden, genau wie Raucher, Diabetiker und Menschen mit zu hohem Blutdruck.

Ursachen und Auswirkungen

In der Studie wurden keine genauen Ursachen in Bezug auf die Rassen-, Geschlechter- und Bildungsunterschiede bei Hörverlustpatienten aufgezeigt. Frühere Untersuchungen weisen jedoch darauf hin, dass Lärm am Arbeitsplatz, Schusswaffen und lautes Musikhören als Hauptursachen zu sehen sind.

Die Forscher empfehlen Aufklärungsprogramme, besonders auch um Hörverlust unter Jugendlichen vorzubeugen.

Zu den Konsequenzen von Hörverlust gehören Verständigungsprobleme und eine Senkung der Lebensqualität. Dies kann zur sozialen Isolation führen, was wiederum Depressionen auslösen kann.

<i>Quellen: www.medicalnewstoday.com, www.elconfidencial.com

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