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26 April 2005

Stoppt den Lärm!

Eine EU-Kampagne will Lärm am Arbeitsplatz bekämpfen, indem sie Preise an Unternehmen und Organisationen vergibt, die besondere Maßnahmen gegen schädlichen Lärm treffen.

Die Kampagne und die Preise sind Teil der jährlichen "Europäischen Woche für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz", die in 25 europäischen Ländern abgehalten wird. Die Woche wird von der "Europäischen Agentur für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz" gesponsert. Das diesjährige Thema ist Lärm.

Die Kampagne mit dem Titel "Stoppt den Lärm! Lärm beider Arbeit - er kann Sie mehr als ihr Hörvermögen kosten", wurde am 20. April, dem "Internationalen Tag des Lärms", gestartet. Die offizielle "Europäische Woche für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz" umfasst informative Aktivitäten und findet vom 24. bis zum 28. Oktober statt.

"Lärm am Arbeitsplatz wird häufig immer noch als notwendiges Übel angesehen, und, weil seine Auswirkungen nicht sofort eintreten, nicht als oberste Priorität eingestuft. In Wahrheit hat Lärm einen verheerenden Einfluss auf unsere Gesundheit und betrifft nicht nur Arbeiter beim Stahlbau oder auf der Baustelle, sondern auch Millionen von Menschen, die im Servicebereich, z.B. im Unterrichtswesen, Unterhaltung oder Call Centern tätig sind", so der Leiter der "Agentur für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz", Hans-Horst Konkolewsky.

Schädlicher Lärm vernachlässigt

Laut der Agentur gibt es einen großen Bedarf, dieses häufig vernachlässigte Problem anzugehen.

"Schätzungsweise ein Drittel der europäischen Arbeiter (mehr als 60 Millionen Menschen) sind für mehr als ein Viertel ihrer Arbeitszeit lärmenden Umgebungen ausgesetzt. Fast 40 Millionen - das entspricht der gesamten Bevölkerung Spaniens - für mindestens die Hälfte ihrer Arbeitszeit," erklärte Konkolewsky.

Lärm eindämmen

Die Bemühungen, den Lärm auf den europäischen Arbeitsplätzen einzudämmen werden durch die Preisvergabe an Unternehmen mit innovativen Initativen zur Reduzierung von schädlichem Arbeitslärm belohnt. Die "Europäische Agentur für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz" hat Unternehmen und Organisationen dazu eingeladen, für die sechste Vergabe des "European Good Practice Awards" ins Rennen zu gehen.

"Mit der europäischen Direktive gegen Lärm, die im nächsten Frühjahr in Kraft tritt, wird es höchste Zeit, entschiedenere Maßnahmen gegen den Lärm zu treffen. Wir hoffen, dass die Preise an Beispielen demonstrieren, dass arbeitsbedingter Lärm effektiv kontrolliert werden kann", so Konkolewsky.

Mehr zu der Kampagne gegen Lärm und zu der Preisverleihung können Sie lesen unter

ew2005.osha.eu.int.

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