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Umgang mit Morbus Ménière

Morbus Ménière ist nicht heilbar. Man kann jedoch lernen, damit umzugehen und einiges tun, um die Auswirkungen Morbus Ménière zu verringern.

Umgang mit Morbus Ménière

Das Vermindern von Stress ist äußerst wichtig für Meniére-Patienten. Besonders gefühlsbedingter Stress wird als Auslöser für die Anfälle betrachtet.

Sport treiben und in Form bleiben, soweit es das Schwindelgefühl zulässt, ist eine gute Methode Stress zu reduzieren.

Angesichts des zunehmenden Flüssigkeitsdrucks im Innenohr erzielen viele Patienten eine Besserung durch Reduktion des Salzkonsums. Einige Fachleute empfehlen, die allgemeine Flüssigkeitszunahme gering zu halten und Koffein, Alkohol und Schokolade zu vermeiden.

Zahlreichen Patienten half die Einnahme von Medikamenten wie Serc (Betahistin) und Vastarel. Da es jedoch nie zwei gleiche Fälle von Ménière gibt, ist es wichtig, einen Facharzt aufzusuchen.

Manchen Patienten können mit einem Meniett-Gerät geholfen werden. Hierbei handelt es sich um ein transportables Gerät das zum Druckausgleich verwendet wird. Es hat die Größe eines Telefons und wird an das Ohr gehalten. Es sendet Druckwellen aus, die das Mittelohr via Trommelfell erreichen. Die Methode funktioniert nur, wenn ein Abflusskanal zuvor im Ohr angebracht wurde.

Die Behandlung mit Gentamycin (ein Antibiotikum) ist bekanntlich hilfreich. Es wird in das Mittelohr injiziert und beeinflusst dort den Balancesinn. Somit werden weitere Schwindelattacken vorgebeugt. Allerdings wird mit dieser Behandlungsmethode auch eine erhöhte Wahrscheinlichkeit für das Auftreten einer Schwerhörigkeit verbunden.

Wenn keine der angeführten Methoden hilft, wird auch bei manchen Patienten eine vestibulär Neurektomie durchgeführt. Dabei wird der Balancenerv durchtrennt. Dies ist ein komplizierter Eingriff, der nur selten durchgeführt wird.

Quelle: „Hørelsen“

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