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16 September 2013

Unbehandelte Schwerhörigkeit schadet körperlichem und geistigem Wohlbefinden

Bei älteren Menschen besteht ein Zusammenhang zwischen Hörverlust und schlechter körperlicher sowie psychischer Gesundheit. Das hat eine Studie ergeben.

Unbehandelte Schwerhörigkeit schadet körperlichem und geistigem Wohlbefinden

Ältere Menschen mit unbehandelter Schwerhörigkeit sind öfter im Krankenhaus oder sind weniger aktiv. Außerdem treten bei ihnen öfter Depressionen auf. Dies sind die Ergebnisse einer Studie vom Johns Hopkins School of Medicine, USA, die den Zusammenhang von Hörverlust und Krankenhausaufenthalten untersucht hat.

Soziale Isolation

Die Studie ergab, dass Menschen mit Schwerhörigkeit mit einer 32 Prozent höheren Wahrscheinlichkeit im Krankenhaus waren. Die Wahrscheinlichkeit von Krankheitsfasen von mehr als 10 Tagen war ebenfalls 36 Prozent höher. Stress, Depression und schlechte Laune in einem Zeitraum von über 10 Tagen traten bei Menschen mit unbehandelter Schwerhörigkeit zu einer Wahrscheinlichkeit von 57 Prozent auf.

Experten - darunter auch die vom John Hopkins Medicine - haben schon seit langer Zeit einen Zusammenhang zwischen den körperlichen und psychischen Auswirkungen von unbehandelter Schwerhörigkeit bei Älteren Menschen und sozialer Isolation vermutet. Soziale Isolation wiederum führt zu noch häufigerer Krankheit und Krankenhausaufenthalten.

"Schwerhörigkeit ist ein wichtiger Faktor für das körperliche und geistige Wohlbefinden Älterer Menschen und den Bedarf an Unterstützung" so Frank Lin, M.D., Ph.D., Senior Forscher am Johns Hopkins Facharzt für Ohrenheilkunde und Epidemiologe. "Unsere Ergebnisse unterstreichen, weshalb Schwerhörigkeit nicht als natürliche Konsequenz des Alterns betrachtet werden sollte, sondern als wichtiges Thema der Öffentlichen Gesundheit adressiert werden sollte."

"Gesundheitspolitiker sollten Schwerhörigkeit und die Folgen für die Gesundheit bedenken, besonders wenn es um Ältere Menschen geht", so Dane Genther, M.D., Forschungsleiter am Johns Hopkins HNO-Arzt und Chirurg.

Abhilfe durch Hörgeräte

Forscher am Johns Hopkins untersuchen inwieweit die Verwendung von Hörgeräten oder anderen Hilfsmitteln das Risiko für die geistigen Verfall und Demenz entgegenwirken können.

Quellen:www.union-bulletin.com undwww.stlamerican.com

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