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05 Mai 2014

In vielen Ländern fehlen Programme zur Vorbeugung und Behandlung von Hörverlust

In nur 32 der 76 Länder, die an einer Studie der WHO teilnahmen, gibt es Initiativen und Programme zur Vorbeugung und Kontrolle von Schwerhörigkeit

In vielen Ländern fehlen Programme zur Vorbeugung und Behandlung von Hörverlust

Fast 60 % der Länder gaben an, in keine Programme zur Vorbeugung und Behandling von Schwerhörigkeit zu investieren. Die Ergebnisse der Umfrage sind für die Weltgesundheits-
organisation ein klarer Anlass, die Regierungen zum Handeln aufzurufen.

Fehlende Pläne

Unter den 76 Ländern und Regionen, die von der WHO befragt wurden, gaben nur 32 an, Pläne und Programme zur Vorbeugung von Schwerhörigkeit zu haben. Laut der Studie, fehlt es in vielen Ländern an geschultem Personal im Gesundheitswesen und den Bildungseinrichtungen sowie an Daten und nationalem Engagement um den Bedürfnissen von Menschen mit herabgesetztem Hörvermögen gerecht zu werden.

Die größte Lücke zwischen dem Bedarf und Angebot für schwerhörige Menschen wurde in Subsahara- Afrika festgestellt.

Die Hörgeschädigten weltweit

Nach Schätzung der WHO haben über 5% der Weltbevölkerung oder fast 360 Millionen Menschen weltweit eine Schwerhörigkeit. Obwohl dies meist Erwachsene betrifft, leiden weltweit 32 Millionen Kinder unter Schwerhörigkeit. Umfragen in mehreren europäischen Ländern und in den Vereinigten Staaten zeigen, dass zwischen 12-16 % der Erwachsenen einen Hörverlust haben.

Dabei kann das Vorkommen von Schwerhörigkeit von Land zu Land variieren. Südasien ist besonders betroffen. Hier spricht man von 27% der Gesamtbevölkerung, dicht gefolgt von Ost- Asien, wo von 22% die Rede ist. Zusammen mit Subsahara- Afrika, haben diese drei Regionen, die meisten Länder ohne gesonderte Programme zur Vorsorge und Behandlung von Schwerhörigkeit.

Aufruf zum Handeln

Die WHO wies darauf hin, dass unbehandelte Ohrenentzündungen und, durch Impfung vermeidbare Krankheiten, wie Meningitis, Masern und Mumps, die Hauptursachen für Hörverlust sind. Dies bedeutet, dass durch Investitionen in Impfstoffe oder andere Behandlungsformen, viele Fälle von Schwerhörigkeit verhindert werden können.

"Die Untersuchungsergebnisse sind eine klare Aufforderung zum Handeln und Investieren in Vorsorgeinitiativen", so Dr. Etienne Krug, Direktor der WHO- Abteilung für Gewalt, Verletzungsprävention und Behinderung.

Die Studie wurde auf der Internetseite der Weltgesundheitsorganisation veröffentlicht.

Quelle: www.who.int/en/

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