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Weitverbreitetes Herpesvirus kann zu Schwerhörigkeit bei Kindern führen

Vier von fünf Kindern, dessen Mütter im ersten Drittel der Schwangerschaft an einem weit verbreiteten Herpesvirus erkrankten, leiden an einer Schwerhörigkeit. Dies brachte eine belgische Studie ans Licht. Die Mütter gehören damit zu den bis zu vier Prozent der Schwangeren, die mit dem Cytomegalovirus (CMV) Infiziert werden.

Weitverbreitetes Herpesvirus kann zu Schwerhörigkeit bei Kindern führen

Mehr als die Hälfte der Bevölkerung trägt das Virus. Selten kann es zu Problemen bei Erwachsenen kommen. Wenn das Virus aber innerhalb der ersten Schwangerschaftsmonate auf das Ungeborene übertragen wird, kann dies zu Hörproblemen führen.

In der belgischen Untersuchung wurde herausgefunden, dass vier von fünf Kindern eine sensorineurale Schwerhörigkeit entwickeln, wenn sie in den ersten drei Monaten der Schwangerschaft mit dem Virus angesteckt werden. Denn genau in dieser Zeit - zwischen der dritten und zehnten Woche - bilden sich die Anlagen für die Ohren bei einem Fötus. Deshalb ist der Hörsinn des Ungeborenen in dieser Fase besondern empfänglich für Virusinfektionen.

Tritt die Infektion der Mutter im späteren Schwangerschaftsverlauf auf, ist die Gefahr für das Gehör des Nachwuchses geringer. Nur eines von zwölf Kindern, dessen Mütter im zweiten Drittel der Schwangerschaft an dem Virus erkrankten, entwickelte eine Schwerhörigkeit. Fand die Infektion im dritten Drittel der Schwangerschaft statt, konnte überhaupt keine erhöhte Gefahr für Hörverlust festgestellt werden.

Häufiges Händewaschen

Das amerikanische Zentrum für Krankheiten und Vorbeugung (United States National Centers for Disease Control and Prevention) gibt an, dass cirka vier Prozent aller Schwangeren mit dem Cytomegalovirus infiziert werden.

Das Virus wird durch die Körpersekrete übertragen. Häufiges Händewaschen mit Seife, besonders nach Kontakt mit Körperflüssigkeiten, kann das Risiko einer Infektion herabsetzen und wird allen Schwangeren vom Zentrum für Krankheiten und Vorbeugung nahe gelegt.

Quelle: Pediatrics; www.cdc.gov

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