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23 Mai 2005

Welle von Lärm-Bußgeldern in Madrid

Lärm ist nicht nur schädlich für Ihr Gehör, er kann auch das Portemonnaie empfindlich treffen.

Eine strenges Verbot gegen Lärmverschmutzung und die seit Juni 2004 existierende Brigade Gegen Lärm in Madrid führten zu einem rasanten Anstieg von Inspektionen und Bußgeldern wegen Lärm.

Der jüngste Report des Madrider Stadtrates zeigte einen Anstieg von Inspektionen um 13 Prozent und um 600 Prozent bei Lärm-Bußgeldern. Dank eines verstärkten Einsatzes der Lärmbekämpfung durch die Brigade Gegen

Lärm stieg die Zahl der Inspektionen 2004 auf 10.513 an. Die Zahl der Bußgelder stieg von 89 vom Vorjahr auf 524 an.

Die verhängten Bußgelder des Vorjahres bezifferten sich auf 21.130 Euro, während sie sich gegenwärtig auf insgesamt bereits auf 482,311 Euro beziffern.

Verkehr und laute Nachbarn sind u.a. die häufigsten Lärmverursacher und machten rund 3.200 Inspektionen nötig. Partys und Musik auf der Straße führten zu 1.200 Inspektionen, während Freizeitparks 760 Inspektionen und Werkstätten und Industrie 210 Inspektionen auslösten.

Die meisten Bußgelder waren gering und beliefen sich auf bis zu 600 Euro. Diese Verstöße wurden normalerweise durch laute Musik, Aircondition und Aufzüge verursacht. Es gab rund 50 ernste Sanktionen, mit Bußgeldern von bis zu 12.000 Euro für exzessiven Lärm von Dunstabzügen, Kühlsystemen, Autowaschanlagen, Kneipen und sogar lautes Klappern von Schuhabsätzen.

60 besonders schwere Fälle führten zu Strafen von bis zu jeweils 300.000 Euro. Unter den Verursachern rangierten Nachtclubs und Restaurants, Werkstätten, Schulen und Zementfirmen. Ein bekannter Pub wurde zu einem Bußgeld in Höhe von 120.000 Euro verurteilt und vorsichtshalber geschlossen.

Lärm ist gefährlich für die allgemeine Gesundheit, sowie für das Gehör. Er kann Hörverlust, Schlafstörungen, Bluthochdruck oder Kopfschmerzen auslösen und, wie jetzt in Madrid, Ihr Portemonnaie empfindlich treffen.

Quellen: Qué! Zeitung und www.abc.es, 23. Februar 2005

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