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17 September 2018

Achtsamkeitsübungen können Tinnitusbetroffenen helfen

Laut einer Studie kann ein achtsamkeitsbasierter Ansatz die Auswirkungen von Tinnitus reduzieren.

Achtsamkeitsübungen können Tinnitusbetroffenen helfen

Eine britische Studie hat gezeigt, dass Achtsamkeitsübungen, auch Mindfulness genannt, Tinnitusbetroffenen helfen können. Die Studie konnte festhalten, dass den Patienten durch einen solchen therapeutischen Ansatz besser geholfen werden kann, als durch andere Entspannungstechniken.

In der Studie wurde die Achtsamkeitsbasierte kognitive Therapie (MBCT) mit deutlichen Verbesserungen auf allen Zielparametern in Verbindung gebracht.

Die Forscher stellten darüber hinaus fest, dass eine Achtsamkeitsbasierte kognitive Therapie (MBCT) für Tinnitusbetroffene eine sehr viel effektivere Hilfe darstellt als andre Entspannungstechniken.

Vergleich von Therapieformen

„Wir haben MBCT mit den Entspannungstechniken verglichen, die traditionel zur Behandlung bei chronischem Tinnitus eingesetzt werden, um zu ermitteln, ob MBCT eine bessere Behandlungsmöglichkeit darstellt”, erläutert Dr. Elisabeth M. Marks, eine der Verfasserinnen der Studie.

„Insgesamt nahmen 75 Patienten am Versuch des Royal National Instituts für Hals-, Nase- und Ohrenheilkunde am University College Hospital in London (UCLH) teil und wurden entweder mit MBCT oder Entspannungstherapie behandelt. Im Rahmen der Studie wurde herausgefunden, dass beide Behandlungsansätze sowohl zur Verminderung des Tinnitusschweregrades und der psychischen Belastung, als auch zu einer Verbesserung von Angst- und Depressionserkrankungen der Patienten beitrugen.”.

Eine andere Gruppe bestehend aus 182 erwachsenen Probanden mit chronischem und schwerem Tinnitus absolvierte einen achtwöchigen MBCT-Kursus. Messungen von tinnitusbedingten Schmerzen, psychischer Belastung, Akzeptanz der Erkrankung und Achtsamkeit wurden vor und direkt nach dem Kursus gemessen. Darüber hinaus wurden diese Parameter sechs Wochen nach Therapieende bei einem Kontrolltermin ermittelt.

In der Entspannungstherapie erlernen die Patienten typisch bestimmte Techniken zur Stressreduzierung. Im Gegensatz dazu lehrt ein achtsamkeitsbasierter Ansatz den Patienten, wie sie einer Erfahrung im gegenwärtigen Moment gezielt ihre Aufmerksamkeit schenken können anstelle davon, die Erfahrung zu verdrängen.

Über die Studie

Die Forschungsarbeit wurde von Dr. Laurence McKenna vom University College London Klinikums und Dr. Liz Marks von der psychologischen Fakultät der Universität zu Bath in Großbritannien durchgeführt.

Die Studie wurde in den Fachzeitschriften „Ear and Hearing” und „Psychotherapy and Psychosomatics” herausgegeben.

Quellen: Ear & Hearing,www.ncbi.nlm.nih.gov undwww.theguardian.com

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