08 März 2004

Anti-Lärm-Kampagne

Schulen und Nachschulen sind zu laut. Kinder sowie Lehrer riskieren Hörprobleme. Das dänische Umweltministerium reagiert darauf mit einer landesweiten Kampagne gegen den Lärm.

Die Anti-Lärm-Kampagne zielt auf Kinder ab, die dazu aufgefordert werden, auf einander mehr Rücksicht zu nehmen und den Lärm im Klassenzimmer und in den Spielzimmern zu verringern, wo die Lärmpegel manchmal Pegel wie von LKWs und Bussen erreichen.

"Kinder sind besonders durch Lärm gefährdet. Sie riskieren einen Hörverlust und ihr Lernen kann ebenfalls darunter leiden, wenn der Schullärm extrem laut wird," sagt Umweltminister Hans Christian Schmidt zu der dänischen Zeitung "Jyllands-Posten".

Wenn Kinder sprechen, mit Computerspielen oder ihren Handys spielen, werden oft gefährliche Lärmpegel erreicht. Öfters überschreiten die Schallpegel 85 dB, die Grenze, bei der man bereits Ohrenschutz benutzen sollte. Laut der Studie des dänischen Lehrerverbandes BUPL, wird dieser Schallpegel in jedem vierten dänischen Klassenraum im dänischen Nachschul-Programm überschritten.

In einem Versuch, die Aufmerksamkeit der Schüler zu erlangen, hat das Umweltministerium ein Internet-Computerspiel auf Dänisch entwickelt, bei dem die Kinder darum wetteifern müssen, den niedrigsten Lärmpegel in ihrem Klassenzimmer zu erreichen. Das Spiel gibt es unter www.skruned.dk.

Quelle: Jyllands-Posten, Dienstag, 3. Februar 2004

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