03 Juli 2020

Arbeitsbedingungen und Hobbys können Hörprobleme verursachen

Bei verschiedenen Berufen und Freizeitbeschäftigungen besteht ein besonderes Risiko für Hörprobleme und Hörverlust.

KindergärtnerInnen

Bei der Arbeit im Kindergarten riskieren KindergärtnerInnen durchaus ihr Gehör. Eine schwedische Studie zeigte, dass KindergärtnerInnen ein deutlich höheres Risiko haben Hörprobleme, besonders Tinnitus und Schwerhörigkeit, zu entwickeln.

Bergbau, Öl- und Gasgewinnung

Wenn Sie im Bergbau, der Erdöl- oder Gasgewinnung tätig sind, haben Sie ein erhöhtes Risiko, einen Hörverlust zu erleiden. Eine US-amerikanische Studie stellte fest, dass Hörverluste im Bergbau und in manchen Bereichen in der Öl- und Gasgewinnung besonders häufig vorkommen.

Arbeitslärm beeinträchtigt das Gehör

Chinesische Arbeitnehmer, die an ihren Arbeitsplätzen viel Lärm ausgesetzt sind, haben öfter mit Hörproblemen zu kämpfen. Im Rahmen einer chinesischen Studie wurden Personen untersucht, die hohe Lärmbelastungen am Arbeitsplatz erlebten. Die Studie zeigte, dass Hörprobleme öfter bei Personen auftraten, die auf der Arbeit mehr als 85 dB ausgesetzt waren (in der Studie als die „Lärmexponierte Gruppe“ bezeichnet). Probanden in dieser Gruppe hatten öfter einen höheren Hörschwellenwert als Versuchspersonen, die weniger Lärm im Berufsalltag erlebten.  

Spielst du in einer Schulband?

Wenn du in deiner Freizeit gerne laut Musik machst, solltest du auf dein Gehör aufpassen. Eine Studie aus den USA hat festgehalten, dass Schüler, die in der Mittel- oder Oberstufe in einer Schulband spielen, öfter von leichter Lärmschwerhörigkeit betroffen sein können. Bestimmte Frequenzen des Gehörs sind besonders anfällig.

„Surfer’s ear“ - Gehörgangsexostose

Wenn Sie in Ihrer Freizeit gerne surfen, können Sie eine Gehörgangsexostose entwickeln. Unter Gehörgangsexostose versteht man abnormales Knochenwachstum im Gehörgang, was man auch als „Surfer‘s ear“ bezeichnet. Mehr als 80 % aller australischen Surfer leiden laut einer Studie an Gehörgangsexostose. Im Laufe der Studie wurde bei ganzen 95 % der professionellen Surfer und bei 83 % der Hobbysurfer festgestellt. Die meisten Probanden waren beidseitig von Gehörgangsexostose betroffen.

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