10 November 2010

Auch eine geringe Hörminderung beeinflusst die Lernfähigkeit bei Kindern

Selbst ein minimaler Hörverlust kann Kinder auf ihrem Bildungsweg, im Vergleich zu voll hörenden Gleichaltrigen, schwächen. Wenn Eltern und Lehrer sich nicht der Probleme hörgeschädigter Kinder annehmen, kann das auf lange Sicht hin zu sozialen und emotionalen Problemen sowie Lernschwierigkeiten führen. Davor warnt das amerikanische BHI (Better Hearing Institute).

Kinder nehmen bis zu 90 Prozent ihres Wissens durch Gespräche im Umfeld auf. Hörverlust jeglicher Art kann daher eine Barriere für das Kind darstellen, vom Umfeld zu lernen. Außerdem können Kindern so wesentliche Vorgänge im Klassenzimmer entgehen.

Deshalb ermutigt das BHI Lehrer in den USA, auf die Bedürfnisse von Kindern mit möglichem Hörverlust zu achten. Denn ein Hörverlust wird oftmals übersehen oder anderen Problemen wie Aufmerksamkeitsdefizitssyndrom oder Hyperaktivität zugeschrieben.

Weitere Tests durchführen

Ungefähr die Hälfte der Eltern, deren neugeborene Kinder die Hörscreenings nicht bestehen, suchen keinen weiteren fachlichen Rat bezüglich des Problems, obwohl drei von vier Eltern mit schwerhörigen Kindern angeben, dass die Schwerhörigkeit zu anderen Problemen führen kann.

„Kinder müssen hören können, nicht nur damit sie dem Unterricht folgen können, sondern auch, um Sprachkompetenzen entwickeln zu können und ein normales soziales und emotionales Dasein und allgemein gute Bildungschancen zu haben“, so Sergei Kochkin PhD und Leiter des BHI.

Gesunde Hörumgebung

„Viele Kinder mit Hörproblemen, die nicht die nötige Hilfe bekommen, sind gefährdet“, so Kochkin und erklärt weiter: „Lehrer und Pädagogen und andere Fachpersonen unterschätzen oft die Auswirkungen einer geringen Schwerhörigkeit.“

Das BHI ermutigt deshalb alle Schulen und Fachpersonen auch das Thema der gesunden Hörumgebung aufzugreifen und diese in den Klassenzimmern zu optimieren“

Quellen: www.betterhearing.org

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