09 Mai 2011

Auf Kalorien achten: So lässt sich Hörverlust aufschieben

Forschern der University of Wisconsin-Madison gelang es, die altersbedingte Schwerhörigkeit bei Mäusen mittels Diät aufzuschieben.

Durch eine Reduzierung der Kalorieneinnahme um 25 Prozent wurde das Enzym Sirt3 aktiviert - und dieses Enzym schützt den Hörsinn. Das Experiment wurde im Journal Cell genaustens dokumentiert.

„Wenn es uns gelingt, die Faktoren zu finden, die Sirt3 aktivieren, könnten wir in der Lage sein, die Vorteile für den Hörsinn zu nutzen, ohne dabei die Kalorieneinnahme herabsetzen zu müssen“, so Thomas A. Prolla, Forscher im Bereich Genetik von der University of Wisconsin-Madison und Senior-Autor des Magazins.

Prolla und seine Kollegen hatten Experimente mit normalen Mäusen und Mäusen mit geringerem Vorkommen von Sirt3 durchgeführt. In einem Versuch wurde die Kalorieneinnahme beider Versuchsgruppen 10 Monate lang um 25 Prozent reduziert.

Der Gewichtsverlust beider Gruppen war gleich, doch die altersbedingte Schwerhörigkeit konnte bei den normalen Mäusen verschoben werden, während dieser Effekt bei den Mäusen mit weniger Sirt3 nicht nachgewiesen werden konnte.

Energie und freie Radikale

Die Experimente deuten auch an, wie sich die positiven Effekte der Kalorienreduktion auf molekularer Basis zeigen.

„Das, was zu passierend scheint, ist Folgendes: Der Organismus erlebt bei einer verringerten Kalorieneinnahme Stress.“, so Prolla und erklärt weiter: „Dadurch gibt es Veränderungen im Stoffwechsel die zum Selbstschutz führen.“

Unter normalen Bedingungen ist die Konzentration von Sirt3 gering. Durch die verringerte Kalorieneinnahme wird das Aufkommen von Sirt3 aber gesteigert. Dadurch werden auch die Energiekraftwerke in den Zellen, die sogenannten Mitochondrien positiv beeinflusst.

Die Mitochondrien setzen nicht nur Energie frei, sondern auch die sogenannten freien Radikale, die die Zellen schädigen und den Alterungsprozess vorantreiben. Bei einer höheren Konzentration von Sirt3 jedoch werden weniger frei Radikale freigesetzt. Dadurch werden die Zellen weniger geschädigt, die Sinneshaarzellen im Innenohr eingeschlossen.

„Wir müssen die Hauptursachen für den Zellabbau identifizieren“, so Prolla und er klärt weiter, dass seine aktuellen Untersuchungen Sirt3 als einen dieser Faktoren identifiziert haben. „Haben wir alle Faktoren gefunden, können wir Vorbeugemaßnahmen entwickeln, die ähnlich wie die verringerte Kalorieneinnahme, eine Zellschädigung aufschieben“.

Quelle: http://www.jsonline.com

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