03 Oktober 2016

Beruf, Lebensstil und Freizeitaktivitäten können Gehör beeinträchtigen

Ihr Berufsleben, Ihr Lebensstil und Ihre Freizeitaktivitäten können Ursache für eine Schwerhörigkeit sein. In manchen Berufen ist das Risiko für Schwerhörigkeit fünf Mal größer als im Bevölkerungsdurchschnitt. Aber auch das Gehör ungeborener Kinder ist durch Lärm am Arbeitsplatz der Mutter einem erhöhten Risiko ausgesetzt.

Arbeit kann Schwerhörigkeit verursachen

Die Arbeitnehmer, die Lärm am Arbeitsplatz ausgesetzt sind, haben ein bis zu fünf Mal höheres Risiko für Hörprobleme und Tinnitus. Es gibt eine ganze Reihe von Berufen, die eine deutlich höhere Gefahr für lärmbedingte Schwerhörigkeit bedeuten. Die Arbeit als Flughafen-Kontrollpersonal ist der schlimmste Job für das Gehör. Bei dem Abheben und Landen von Flugzeugen entstehen Lautstärken von bis zu 140 Dezibel. Berufe in den Bereichen Bergbau, Bau oder Zimmermann stellen auch eine ernste Gefahr für Schwerhörigkeit dar. Lärm von schweren Maschinen oder Elektrowerkzeugen sind ein unvermeidbarer Teil des Jobs.

Lebensstil und Hörprobleme

Übergewicht kann bei Erwachsenen einen negativen Effekt auf das Hörvermögen haben. Betroffene können besonders oft die hohen Frequenzen nicht mehr wahrnehmen. Andere Faktoren wie Rauchen und Alkoholkonsum können sich auch auf das Gehör auswirken. Eine Studie hat gezeigt, dass Raucher ein 15% höheres Risiko für Hörverlust haben, als Nichtraucher. Andere Studien haben bewiesen, dass hoher Alkoholkonsum über einen langen Zeitraum hinweg zu einer Schädigung des zentralen Kortex im Gehirn führen kann. Das Gehirn ist dann nicht in der Lage, Geräusche zu verarbeiten und der Betroffene erlebt daher eine Schwerhörigkeit.

Gefährliche Freizeitaktivitäten

Nicht nur Ihr Beruf oder Ihr Lebensstil kann eine Gefahr für Ihr Gehör darstellen - Ihre Freizeitaktivitäten können ebenfalls das Risiko für Schwerhörigkeit erhöhen. Beispielsweise erreicht die Musik in Fitness-Studios oft schädliche Lautstärken zwischen 100 und 115 dB. Besonders bei Spinning-Kursen werden diese Lautstärken regelmäßig gemessen. Menschen, die in ihrer Freizeit oft einem durchschnittlichen Lärmpegel von über 90 dB ausgesetzt sind, haben ein 10 % höheres Risiko für Hörverlust. Das hat eine Studie ergeben.

Lärm in der Schwangerschaft

Noch bevor ein Kind geboren wird, besteht die Gefahr für die Ausbildung einer lärmbedingten Schwerhörigkeit. Eine schwedische Studie hat gezeigt, dass die Lärmbelastung, die die werdende Mutter am Arbeitsplatz ausgesetzt ist zu einem 80% höheren Risiko für Schwerhörigkeit führen kann.

 

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