19 April 2010

Chemotherapie gegen Hodenkrebs verursacht Schwerhörigkeit

Eine neue Studie hat zeigt, dass die Chemotherapie bei Hodenkrebs auch zu dauerhaftem Hörverlust und Langzeit-Tinnitus führt. Die Studie wurde von Forschern des Haukeland University Hospital in Bergen, Norwegen durchgeführt.

Die Forscher befragten 1814 Männer zum Thema Hörminderung und Tinnitus (Ohrengeräusche) in den Jahren 4 bis 21 nach einer Chemotherapie gegen Hodenkrebs. Im Durchschnitt hatten die Befragten vor 11 Jahren die Behandlung überstanden. Unter den Teilnehmern gaben 29 Prozent an, unter einer Schwerhörigkeit zu leiden. 22 Prozent gab außerdem an, Tinnitus zu haben. Diese Zahlen liegen wesentlich höher, als das Auftreten der Beschwerden bei Menschen, die keine Chemotherapie bekommen haben.

Zusätzliches Risiko für Raucher

Die Untersuchungsteilnehmer, die außerdem täglich zum Glimmstängel griffen, hatten eine größere Wahrscheinlichkeit für Hörverlust, als diejenigen, die niemals rauchten. Außerdem stieg die Wahrscheinlichkeit für Hörprobleme auf lange Sicht hin bei den Patienten, die eine Chemotherapie mit Cisplatin erhalten hatten.
Viele Forscher arbeiten beständig daran, die negativen Nebenwirkungen der Chemotherapie bei Hodenkrebs zu reduzieren, ohne dabei den Effekt der Behandlung zu schmälern. 90 Prozent der Männer, die Chemotherapie gegen Hodenkrebs erhalten haben, überlebten und wurden geheilt.

Die Ergebnisse dieser Studie wurden im Journal of the National Cancer Institute veröffentlicht.

Quelle: www.reuters.com

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