Cholesterin beeinflusst Gehörsinn

Es ist allgemein bekannt, dass Cholesterin einen Einfluss auf das Herz- und Kreislauf-System hat. Nun haben amerikanische Wissenschaftler herausgefunden, dass Cholesterin auch das Hörvermögen beeinflusst.

An Mäusen führten Forscher dreier Universitäten der USA eine Studie durch, bei der der Cholesteringehalt der Sinneshaarzellen im Innenohr von Mäusen manipuliert wurde.

Anschließend wurde die Hörfähigkeit der Tiere per OAE-Technik, Schallrückkopplung gemessen.

Kein direkter Zusammenhang zwischen Gehör und Ernährung

Folgendes hatte die Untersuchung ergeben: Ein Verringern des Cholesterins hatte zur Folge, dass die Mäuse schlechter hörten. Eine Zugabe von Cholesterin führte erst zu einer Verbesserung des Hörvermögens und dann zu einer anschließenden Verschlechterung.

Die Verteilung von Cholesterin in den Köperzellen wird im Laufe der Entwicklung festgelegt und ist im Gegensatz zum Cholesterinanteil im Blut, welcher durch Nahrung verändert werden kann, später kaum beeinflussbar.

Einen direkten Zusammenhang zwischen Ernährung und Hören haben die Forscher also nicht aufweisen können.

Basis für weitere Forschung

Die Wissenschaftler sehen die Forschungsergebnisse aber als Basis für weitere Studien

„Die Untersuchungsergebnisse helfen uns, die zellulären Mechanismen zur Regulierung des Hörens zu verstehen. Sie Zeigen uns einen weiteren Weg auf, möglicherweise Menschen mit Hörbeeinträchtigung helfen zu können“, so Dr. Brownell, Professor für HNO-Heilkunde vom Baylor College, nach der Studie.

Quelle: Hörakustik 4/2008