Die Rehabilitationsphase

Wenn Sie Ihre Hörimplantate erhalten haben und diese aktiviert worden sind, beginnt für Sie die Zeit der Rehabilitation.
Die Rehabilitationsphase

Unter Rehabilitation versteht man den Prozess, in dem der Patient lernt, mit seinen Implantaten zu leben und zu hören.

Wenn Sie Ihr Hörvermögen nach der Spracherlernung verloren haben, also an einem postlingualen Hörverlust leiden, dauert die Rehabilitationsphase mehrere Monate an. Manche Patienten brauchen jedoch etwas mehr Zeit, um sich an ihre neuen Implantate zu gewöhnen. Mit einem Hörimplantat leben zu lernen, bedeutet, dass der Patient schrittweise lernt zu hören.

In Ihrem Gehirn sind Erinnerungen an gewisse Laute und Geräusche abgespeichert. Ziel der Rehabilitation ist es, das neu erworbene Gehör mit den bereits vorhandenen Erinnerungen zu verbinden. Die Rehabilitation ist ein sehr wichtiger Schritt für die Verbesserung Ihres Hörvermögens und Ihrer Fähigkeit mit anderen zu kommunizieren. Der Erfolg Ihrer Rehabilitation ist individuell und davon abhängig, wie lange Sie nicht hören konnten. Im Allgemeinen gilt: Je eher Sie ein Implantat erhalten, desto besser sind Ihre Chancen auf Erfolg.

Bei Kindern, die im Frühstadium der Spracherlernung oder gar davor einen starken oder hochgradigen Hörverlust erlitten haben, spricht man von einem prälingualen Hörverlust. Ist dies der Fall, muss das Hören erst wieder als eine Selbstverständlichkeit im Alltag des Kindes verankert werden. Die Betroffenen müssen mit anderen Worten das Hören wieder erlernen. Dies erfordert einen längeren Rehabilitationsprozess als bei einem postlingualen Hörverlust.

Es ist sehr wichtig, dass Ihr Soundprozessor / Audioprozessor aktiviert und getragen wird und Sie sollten ihn deshalb möglichst nur zum Schlafen und Duschen abnehmen. Wenn Sie Ihren Soundprozessor / Audioprozessor während der Rehabilitationsphase nicht tragen, wird der Lernprozess ohne Erfolg bleiben.

Während der Rehabilitationsphase werden Sie eng mit einer Reihe von verschiedenen Fachkräften, hierunter Audiologen, Logopäden und Patholinguisten zusammenarbeiten. Zunächst werden Sie in der Rehabilitationsphase mit Ihrer Familie, Ihren Freunden und Ihren Kollegen sprechen. Dies ist von Vorteil, da Sie diese Menschen sehr gut kennen und sehr viel Zeit mit ihnen verbringen. Oft ist es sehr hilfreich sich mit anderen Implantatträgern auszutauschen.

Was passiert in der Rehabilitationsphase?

Der Aufbau der Rehabilitationsphase richtet sich nach dem Zeitpunkt der Ertaubung des Patienten. Die Rehabilitation von prälingual ertaubten Patienten unterscheidet sich deshalb von der Rehabilitation postlingual ertaubter Personen.

Folgende Aktivitäten können Teil des Rehabilitationsprozesses sein:

  • Entwicklung des Hörvermögens: Das Hören wieder erlernen.
  • Sprachentwicklung bei Kindern: Das Sprechen erlernen.
  • Sprachförderung bei Kindern: Den Wortschatz aufbauen und Satzbildung trainieren.
  • Kommunikation: lernen sich mit anderen zu unterhalten und an Gesprächen in verschiedenen Situationen teilzunehmen.
  • Praktische und technische Beratung: Wissen über das Hörimplantat und die Handhabung der neuen Hörlösung.
  • Kompensationsstrategien: In manchen Situationen müssen Sie sich immer noch auf andere Hörstrategien verlassen.

Was können Sie von der Rehabilitationsphase erwarten?

Manche Implantatträger können innerhalb kurzer Zeit das Hören, Sprechen und Kommunizieren erlernen. Bei anderen dauert dies mehrere Monate oder auch Jahre. Der Erfolg der Rehabilitation ist stark von Ihrer Leistungsbereitschaft, Ihrem Engagement, Ihrer Geduld und Motivation abhängig.

Weitere Gründe, die den Erfolg des Lernprozesses beeinflussen können:

  • Ursache des Hörverlustes.
  • Dauer des Hörverlustes.
  • Die persönliche Krankengeschichte.
  • Prä- oder postlingualer Hörverlust?

Im Allgemeinen berichten Implantatträger davon, dass:

  • Sprache genauer verstanden wird,
  • es einfacher ist, an Gesprächen teilzunehmen,
  • das Telefonieren leichter fällt,
  • das Fernsehen weniger Anstrengung erfordert.
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