Ein besseres Leben mit Hörgeräten

Viele Menschen gewöhnen sich nur schwer an ihre Hörgeräte. Wer die anfänglichen Schwierigkeiten überwindet, wird durch mehr Lebensqualität belohnt.

Eine finnische Studie untersuchte die emotionalen Probleme, die durch eine Hörminderung auftreten können und wie man sie lindern kann.

Die Studie zeigte, dass sich die Schwerhörigkeit bei 56 Prozent der untersuchten Hörgeschädigten im Alltag negativ auswirkt. Viele vereinsamen und ihre Lebensqualität sinkt. 58 Prozent schämen sich und 64 Prozent fühlen sich behindert.

Hörgeräte und gute Beratung können die Lebensqualität positiv beeinflussen. Das tägliche Tragen von Hörgeräten während eines Zeitraums von sechs Monaten steigerte, laut Studie, die Lebensqualität von 30 Prozent der Studienteilnehmer.

Hörgeräte häufiger benutzt

Für eine optimale Nutzung der Hörgeräte können mehrmaliges Anpassen und gute Beratung wichtig sein. Die Beratung gewährt dem Hörgerätenutzer Einsicht in die Funktionen und den Gebrauch des Gerätes.

Immer weniger Hörgeräte landen in der Schublade. Laut Studie hat sich die Zahl der Hörgeräteträger im Laufe der letzten 20 Jahre drastisch erhöht - um 69 bis 90 Prozent. Das liegt v.a. an den immer handlicheren und unauffälligeren Hörgeräten, die sich individuell leichter anpassen lassen. Hinzu kommt eine bessere Beratung, die das Tragen der Hörgeräte erleichtert.

Über die Studie

Der Bericht entstand aus einer Zusammenarbeit mit Finnlands ”?Oulu Universität' und basiert auf früheren Studien sowie auf qualitativ-quantitativen Untersuchungen an Personen im Alter von 40 bis 84 Jahren.

Quelle: Arja Vuorialho (2006): Cost and Effectiveness of Hearing Aid Rehabilitation in the Elderly (Bericht)