Einen Hörverlust zu behandeln kostet nicht viel

Bei einem 1999 veröffentlichten Bericht der Arbeitsgemeinschaft SIHI der Universität Maastricht, stellte sich heraus, dass Hörverlust zu den Behinderungen zählt, die sich am günstigsten und effektivsten behandeln lassen.

Bei dem Maastrichter Bericht wurde der Messwert QALY (Quality Adjusted Life Year), ein in der Medizin benutztes, international anerkanntes Standardmaß, benutzt. Die Messung zeigt Änderungen in der Lebensqualität im Verhältnis zu den Behandlungskosten.

Kostengünstige Verbesserung der Lebensqualität

Die Kosten pro QALY belaufen sich für die Behandlung einer Person mit Hörverlust im Alter zwischen 65 und 69 Jahren auf 11.500 Euro. Im Vergleich dazu betragen die Kosten pro QALY bei einem Brustkrebs-Screening 10.300 Euro, bei einer Knieprothese 46.500 Euro pro QALY und bei einer Nierendialyse 78.000 Euro (siehe Diagramm oben).

Ist der Hörgeschädigte unter 65 Jahre alt, sind die Kosten pro QALY auf Grund seiner zu erwartenden steigenden Lebensqualität sogar noch niedriger.

Der Maastrichter Bericht ist das Ergebnis des ersten gemeinsamen größeren Forschungsprojektes in Europa über soziale, wirtschaftliche und persönliche Folgen von Hörschäden und der Verwendung.