Fast 1, 5 Millionen Chilenen mit Hörproblemen

Fast 1,5 Chilenen leiden an Hörkrankheiten, so das Ergebnis der ersten nationalen Studie über Volksleiden in Chile.

An der nationalen Studie, die 2004 von FONADIS, der nationalen Organisation für Menschen mit Behinderungen, durchgeführt wurde, nahmen rund 14.000 Chilenen teil.

Die Studie ergab, dass über 290.000 Chilenen, 1,8 Prozent der Gesamtbevölkerung, ernsthaften Hörverlust haben, definiert als 33-prozentigen Hörverlust oder schlimmer, während zusätzliche 1.150.000, 6,9 Prozent der Gesamtbevölkerung, an weniger ausgeprägten Hörschäden leiden.

Jeder 14. Chilene mit Hörproblemen gab an, eine normale Unterhaltung schwer zu verstehen, von dieser Gruppe benutzen aber nur 12 Prozent Hörgeräte. In der Gruppe wo die Betroffenen an mindestens 33-prozentigem Hörverlust litten, der einen normalen Alltag nahezu unmöglich macht, benutzten nur 20 Prozent Hörgeräte.

Wenige schaffen eine höhere Ausbildung
Schwerhörigkeit beeinträchtigt die Ausbildung. Laut der Studie haben 11 Prozent der schwerhörigen Bevölkerung die Grundschule nicht abgeschlossen. 40 Prozent haben die weiterführende Schule nicht abgeschlossen und nur 6 Prozent der hörgeschädigten Chilenen haben eine höhere Ausbildung durchlaufen.

Weniger als ein Drittel bekommen einen Job
Schwerhörige Chilenen haben es sehr schwer auf dem Arbeitsmarkt. Nur 29 Prozent der hörgeschädigten Chilenen arbeiten. Fast 29 Prozent sind arbeitslos, und rund 40 Prozent der Beschäftigten arbeiten als Haushilfe.

Quelle: www.fonadis.cl, 10. Mai 2005.

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