11 June 2019

Fast die Hälfte aller Angestellten in der Öl- und Gasgewinnung ist schwerhörig

In der kanadischen Provinz Britisch-Kolumbien haben 45 % aller Produktionsmitarbeiter in der Erdöl- und Gasindustrie eine Lärmschwerhörigkeit. Dies zeigen Daten der Organisation WorkSafeBC.

Über mehr als fünf Jahre hinweg haben Arbeitgeber in der Provinz Britisch-Kolumbien die Ergebnisse von Hörtests ihrer Angestellten gesammelt. Diese Daten machen deutlich, dass die Zahl der Produktions-mitarbeiter, die Symptome einer Lärmschwerhörigkeit (NIHL) zeigen, um 12 % angestiegen ist. Im Jahr 2012 hatten rund 33 % der Produktionsmitarbeiter Anzeichen einer Lärmschwerhörigkeit, während diese im Jahr 2017 bei ganzen 45 % der Produktionsmitarbeiter auftraten. Darüber hinaus zeigten die Daten, dass 65 % der betroffenen Produktionsmitarbeiter unter 35 Jahre alt waren.

Im Vergleich dazu wurde im Jahr 2017 bei rund 13 % aller anderen getesteten Industrieangestellten, die tagtäglich einer hohen Schallbelastung ausgesetzt sind, eine Lärmschwerhörigkeit festgestellt.

Gebrauch von Ohrenstöpseln

In der Erdöl- und Gasgewinnung steigt sowohl die Zahl der an einer Lärmschwerhörigkeit leidenden Produktionsmitarbeiter, als auch der Anteil der Personen, die einen Gehörschutz tragen: Somit verlassen sich 98 % aller Produktionsmitarbeiter auf einen Gehörschutz, wobei weiche Schaumstoffohrenstöpsel bevorzugt werden. Im Vergleich dazu schützten im Jahr 2012 rund 94 % aller Mitarbeiter ihr Gehör auf der Arbeit.

„Es gibt eine Reihe guter Gründe, weshalb bei Mitarbeitern trotz Gehörschutz eine Lärmschwerhörigkeit festgestellt wird”, so Sasha Brown, Audiologin der WorkSafeBC. „Die Ohrenstöpsel oder –schützer können die falsche Größe haben, verkehrt oder nicht lange genug getragen werden, oder ganz einfach nicht genug Schutz für die Dauer und Intensität des Lärms bieten.”

Über WorkSafeBC

WorkSafeBC ist eine unabhängige, überregionale, gesetzliche Organisation, die daran arbeitet Arbeitsunfälle, arbeitsbedingte Krankheiten und Todesfälle in Britisch-Kolumbien zu begrenzen. Die Organisation wird durch einen Ausschuss geleitet, dessen Mitglieder von der Regierung Britisch-Kolumbiens eingesetzt werden.

Quelle: www.worksafebc.com

 

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