15 Oktober 2009

Fehlstellung im Gebiss kann zu Tinnitus führen

Anstatt mit den Zähnen zu knirschen und es zu ertragen, sollte man lieber seine Zähne überprüfen lassen. Immer mehr Zahnärzte sind sich bewusst, dass eine Fehlstellung im Gebiss auch zu Tinnitus führen kann.
Fehlstellung im Gebiss kann zu Tinnitus führen

Es ist bekannt, dass Tinnitus mit beschädigten Sinneshaarzellen im Innenohr in Zusammenhang steht. Aber es gibt auch andere Ursachen für das Phantomgeräusch, wie zum Beispiel eine Gebissfehlstellung. Diese Art von Tinnitus ist somatosensibel. Das bedeutet, dass er als Folge von Muskelspannungen, vorrangig im Nacken und Kiefernbereich, entsteht.

Wenn Tinnitus aufgrund von Muskelverspannungen auftritt, entstehen meist auch Schmerzen im Gesicht, Kiefer und/oder Nacken. Es kann zum Beispiel schmerzhaft für die Betroffenen sein, zu Gähnen. Außerdem kann sich der Kiefer schwer anfühlen. Darüber hinaus erleben die Betroffenen, dass sich das Phantomgeräusch im Laufe des Tages in Abhängigkeit des Stressniveaus ändert. Viele geben auch an, dass das Bewegen des Kopfes oder das Drücken auf bestimmte Gesichts- oder Nackenpartien Auswirkungen auf das Geräusch hat.

Gute Erfahrungen mit Behandlungsmöglichkeiten

Es gibt Hoffnung für die Patienten, die unter dieser Form von Tinnitus leiden. Mehrere skandinavische Zahnärzte haben nämlich bewiesen, dass diese Erscheinung durch ein paar einfasche physiologische Behandlungen zu lindern ist.

In Schweden hat man herausgefunden, dass die Spannungen mit Hilfe einer Bissschiene gelindert werden können. Und es sind meist minimale Veränderungen, denen es bedarf, um den Kiefer zu entspannen. Am Karolinska Institut hat man eine Untersuchung durchgeführt, die zeigt, dass 73 Prozent von 120 Patienten eine Verbesserung des Tinnitus nach Behandlungsabschluss erlebten. Selbst zwei Jahre nach der Behandlung waren diese Verbesserungen noch spürbar.

Auch in Dänemark hat man bereits positive Erfahrungen gesammelt was die Behandlung von Tinnituspatienten mit Fehlstellung im Gebiss anbelangt. Es hat sich gezeigt, dass die Zusammenarbeit von Zahnärzten und Physiotherapeuten besonders nützlich ist. Fast die Hälfte der Behandelten gab an, dass sie eine merkbare Linderung der Symptome erfahren hat. Ein Teil ist auch völlig frei von Tinnitusgeräuschen aus der Behandlung gegangen.

Quelle: Hoerelsen

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