01 Juli 2009

Fortschritt in der Genforschung

Forscher, die sich mit unseren Genen beschäftigen, erlangen immer wieder neue Erkenntnisse. Das kann eines Tages auch zu einer möglichen Behandlung für Schwerhörige führen.

Verschiedene Arten von Hörverlust stehen in enger Verbindung mit einer Genmutation. Immer wieder werden neue genetische Veränderungen entdecket und der Liste von Ursachen für Schwerhörigkeit hinzugefügt.

Eine Veränderung im Gen KCNQ4 wurde nun mit altersbedingtem Hörverlust in Verbindung gebracht. Ein anderes Beispiel ist das Gen KCNE1, welches bei Mutation mit einem hören Risiko für lärmverursachten Hörverlust in Verbindung steht.

Außerdem wurde eine Mutation im Gen SLC17A8 entdeckt, die eine angeborene Form von Schwerhörigkeit - vorrangig in den hohen Frequenzen - verursacht.

Weitere Behandlungsmöglichkeiten

Diese Neuentdeckungen bezüglich der Ursachen von Schwerhörigkeit bringen auch nützliches Wissen mit sich, was der Frühindikation von Hörverlust mittels Vorsorgeuntersuchung zu Gute kommt. Außerdem wird so der Weg für weitere Forschung im Bereich von möglichen Behandlungsmethoden geebnet.

Ein Meilenstein im Bereich Behandlung wurde 2008 gelegt, als es Forschern gelang das Gen Atoh 1 in Mäuseohren zu pflanzen und somit Sinneshaarzellen zu züchten.

Eine ähnliche Methode könnte auch Anwendung finden, wenn es darum geht, menschliche Sinneshaarzellen zu züchten und damit den Grundstein zur Wiederherstellung des Hörsinns zu legen.

Wichtige Moleküle

Ein anderes Forscherteam hat im Bereich der so genannten MicroRNA geforscht und schon verschiedene, neuartige Erkenntnisse 2009 dazu veröffentlicht.

MicroRNA sind Moleküle, die die Zellform durch Weitergabe der genetischen Information beeinflussen. Die Forscher versuchen herauszufinden, wie Veränderungen dieser Moleküle Hörverlust verursachen kann.

Die MicroRNA wurde erst im Jahre 1992 entdeckt und auch hier können weitere Forschungsergebnisse die zukünftigen Therapiemöglichkeiten bei Hörverlust auf längere Sicht hin beeinflussen.

Dies gilt für die gesamte Forschung im Bereich der Gene. Sie öffnet die Tür zur Entdeckung und Entwicklung neuartiger Behandlungsmöglichkeiten.

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