Freizeitlärm verursacht Hörverlust

Lärm von Elektrowerkzeug und Freizeitaktivitäten wie der Arbeit mit Holz und Metall oder Motorradfahren erhöhen das Risiko eines Hörschadens.

Personen, die häufig an Aktivitäten teilnehmen, bei denen der Lärmpegel über 90 dB liegt, erhöhen ihr Risiko, einen Hörverlust zu erleiden, um 10%. Das ist das Ergebnis einer Studie, die von der Fachzeitschrift "Audiology" 2001 veröffentlicht wurde. Bestimmte Aktivitäten erhöhen das Risiko um 30%.

Die Studie ist die erste Bevölkerungsuntersuchung, welche die Auswirkungen von Freizeitlärm beleuchtet.

Die Studie wurde in Beaver Dam, Wisconsin in den Jahren 1993 bis 1995 mit 3571 Personen zwischen 48 und 92 Jahren durchgeführt. Man wollte hauptsächlich den Zusammenhang zwischen Alter und Hörverlust untersuchen. Gleichzeitig wurden aber auch Daten über gegenwärtige und vergangene Freizeitaktivitäten, Jobs und den medizinischen Hintergrund jedes Teilnehmers in Bezug auf das Gehör gesammelt.

Statistische Tests identifizierten Freizeitlärm als einen unabhängigen Risikofaktor für Hörverlust.

Lärm ist schon lange als Risikofaktor für Hörverlust bekannt, aber die meisten Untersuchungen haben sich bislang auf den Zusammenhang zwischen arbeitsbedingtem Lärm und Hörverlust konzentriert. Durch die erhöhte Aufmerksamkeit vieler Firmen auf gehörerhaltende Programme und Änderungen auf dem Arbeitsmarkt hin zu Jobs, die serviceorientierter sind, glauben Forscher, dass der Freizeitlärm in Zukunft an Bedeutung gewinnen wird.

Quelle: Audiology 2001; 40:1-19

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