Gene, DNA und Mutationen

Gene sind chemische Einheiten, die in allen Zellen des menschlichen Körpers vorhanden sind. In der Zelle formen die Gene spezifische Strukturen, die so genannten Chromosomen, die unsere DNA ausmachen und unsere Erb-Charakteristika beinhalten. Jede einzelne Zelle des menschlichen Körpers besteht aus rund 30 000 Genen.

Auch die Ohrzellen bestehen aus Genen, und einige davon haben eine Bedeutung für das Gehör und bestimmen u.a., wie Töne in Signale, die das Gehirn verstehen kann, übersetzt werden.

Manchmal geschehen Änderungen in der DNA, welche die Funktionsweise der Gene beeinträchtigen. Wenn die Mutationen, wie diese Änderungen genannt werden, in einem Gen auftreten, das wichtige Informationen über das Gehör beinhaltet, kann das zu Hörproblemen und schlimmstenfalls zu Gehörlosigkeit führen.

Von den Eltern geerbt

Die menschlichen Gene gibt es in zwei Kopien, die vom Vater und von der Mutter vererbt werden. Das Risiko, z.B. einen Hörverlust zu erben, hängt davon ab, ob eine eventuelle Mutation im Gen dominant oder rezessiv ist. Eine dominante Mutation verursacht Hörverlust, wenn bloß eine der beiden Kopien des Gens der Eltern geschädigt ist. Rezessive Mutationen behaupten sich nur, wenn beide Kopien den Fehler beinhalten - d.h. wenn beide Eltern Träger der Genmutation sind.

Verschiedene Arten von Schwerhörigkeit

Es kann sehr schwierig sein, die genetischen Ursachen für einen bestimmten Hörverlust auszumachen. Viele verschiedene Gene können die gleiche Art von Hörverlust verursachen und die gleichen Gene können auch für andere, unterschiedliche Arten von Hörverlust verantwortlich sein. Letztlich können zwei Personen mit der gleichen Genmutation völlig verschiedene Hörfähigkeiten haben.

In den kommenden 10 bis 20 Jahren könnte durch die tiefere Einsicht in unsere Genstruktur eine breite Vielfalt an neuen Behandlungen für Hörverlust möglich werden.

Quelle: "Science, medicine and the future. New interventions in hearing impairment." British Medical Journal, Bd. 320, März 2000. & "Hearing Genes", One In Seven, Ausgabe 36, 2003.

Weiterlesen: