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23 Juli 2019

Gicht erhöht Risiko für Schwerhörigkeit bei Senioren

Laut einer amerikanischen Studie haben ältere Gichtpatienten ein um 50 % höheres Risiko, einen Hörverlust zu erleiden.

Gicht erhöht Risiko für Schwerhörigkeit bei Senioren

Im Vergleich zu gesunden Senioren haben erwachsene Gichtpatienten ab einem Alter von 65 Jahren ein um 44 % höheres Risiko eine Schwerhörigkeit zu entwickeln. Dies zeigen Daten der US-amerikanischen, öffentlichen Krankenversicherung für ältere und behinderte Bürger, US Medicare, aus den Jahren 2006 bis 2012.

Mithilfe der Studie, an der US-amerikanische Bürger im Alter von über 65 Jahren teilnahmen, konnten die Forscher einen Zusammenhang zwischen Gicht und einem um 44 % höheren Risiko für Schwerhörigkeit nachweisen. Die Daten wurden zuvor bezüglich Bevölkerungszahlen, zusätzlichen Begleiterkrankungen und allgemein verwendeten Medikamenten gegen Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Gicht angepasst.

Gicht tritt sehr häufig auf

Gicht ist eine entzündliche Gelenkerkrankung (Arthritis), die sich durch gerötete, schmerzempfindliche, heiße und geschwollene Gelenke äußert. Die Beschwerden treten schubweise auf. Gicht ist die am häufigsten vorkommende entzündliche Gelenkerkrankung bei Erwachsenen. Eine andere entzündliche Gelenkerkrankung, bei der sich das Risiko für einen Hörverlust erhöht, ist die Autoimmunerkrankung rheumatoide Arthritis.

Zur Studie

Die Studie basiert auf 5 % der gesammelten Anspruchsanträge, die zwischen 2006 und 2012 bei der US Medicare eingegangen sind. Die Teilnehmer wurden zufällig ausgewählt und waren zum Zeitpunkt der Antragsstellung 65 Jahre oder älter. Von 1.71 Millionen Versuchsteilnehmern entwickelten 89.409 eine Schwerhörigkeit.

Die Studie „Gout and hearing impairment in the elderly: a retrospective cohort study using the US Medicare claims data" (zu Deutsch: „Gicht und Hörbehinderung bei älteren Erwachsenen: Eine retrospektive Kohortenstudie basierend auf Daten der US Medicare”) wurde in der medizinischen Fachzeitschrift BMJ Open veröffentlicht.

Quellen:www.ncbi.nlm.nih.gov undwww.rheumatologyadvisor.com

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