17 Februar 2005

Große Unterschiede in nationalem Hörgeräteservice

Ausgaben für den Hörgeräteservice und die Verfügbarkeit von öffentlich finanzierten Hörgeräten variieren sehr in den nordeuropäischen Ländern.
Das besagt eine Studie, die den Service in Großbritannien, Finnland und Dänemark miteinander vergleicht.

Die Unterschiede in den nationalen Ausgaben sind bedeutend: Dänemark investiert pro Kopf 7,31 ?, das ist drei Mal so viel wie Finnland und vier Mal so viel wie Großbritannien.

Die unterschiedlichen Ausgaben erklären sich teilweise durch die Verfügbarkeit von zwei Hörgeräte für einseitig hörgeschädigte Patienten. In Dänemark werden 68 Prozent der Hörgerätebenutzer mit Hörgeräten für beide Ohren ausgestattet. In Großbritannien ist dies bei 18 Prozent und in Finnland nur bei 5 Prozent der Patienten der Fall.

Eine weitere Erklärung für die niedrigen Ausgaben in Großbritannien, ist laut Studie, dass nur 1,3 Prozent der hörgeschädigten Patienten digitale Hörgeräte erhalten. In Finnland sind 17 Prozent der verfügbaren Hörgeräte digital, ebenso wie 52 Prozent der öffentlich finanzierten Hörgeräte in Dänemark.

Die relativ hohen Ausgaben in Dänemark ergeben sich auch durch die Häufigkeit der Hörgerätevergabe. Dort liegt Dänemark auf dem ersten Platz. 11 aus 1000 Dänen erhalten jährlich neue Hörgeräte. In Großbritannien und Finnland. Ist die Häufigkeit 6 aus 1000 , respektive 3 aus 1000.

Im Durchschnitt werden Dänen bei einem Hörverlust von 31,2 dB auf dem besseren Ohr mit einem Hörgerät behandelt, während die Finnen einen Hörverlust von 44,6 dB erreichen. In Großbritannien liegt der durchschnittliche Hörverlust bei einer Erstbehandlung mit Hörgeräten bei 40 dB.

Quelle: Survey of Adult Hearing Aid Service Expenditure and Provision in Denmark, Finland and the UK. Audiological Medicine 2003, Nr. 2.

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