Hör-Screening von Babys

Wenn Sie den Verdacht haben, dass Ihr Kind einen Hörverlust hat, sollten Sie in Erwägung ziehen, sein Hörvermögen testen zu lassen. Der Test ist schmerzlos und wird mit weichen, ohrhörerähnlichen Sonden, die sanft in die Ohren eingeführt werden, bzw. Elektroden, die auf der Kopfhaut des Babys angebracht werden, durchgeführt. Bevor Sie Ihr Kind testen lassen, sollte Ihr Hausarzt einige einfache Untersuchungen durchführen.

Rund 3 % aller Babys haben bei der Geburt ein vermindertes Hörvermögen, doch bei den meisten Kindern wird der Hörverlust erst im Alter von zwei Jahren erkannt. Eine Frühdiagnose von Hörschäden ist ratsam, da die Eltern so besser mit dem Problem ihres Kindes umgehen lernen und rechtzeitig Maßnahmen ergreifen können.

Es ist wichtig, einen Hörschaden so früh wie möglich zu erkennen, da sich die Kommunikationsfähigkeit in erster Linie zwischen der Geburt und dem 36. Monat entwickelt. Je früher ein hörgeschädigtes Kind behandelt wird, ein Hörgerät bekommt und eine Sonderschulung beginnt, desto besser kommt es später im Leben zurecht.

Wenn Sie das Gefühl haben, dass Ihr Baby eventuell einen Hörschaden hat, sollten Sie keinesfalls zögern, von Ihrem Hausarzt einen einfachen Hörtest oder ein Hör-Screening durchführen zu lassen.

Bei einem Hör-Screening wird die Technologie von zwei bestehenden Hörtests verbunden, dem so genannten ABR-Screening (auditory brainstem response) und dem OAE-Test (otoakustische Emissionen). Beim ABR-Screening werden die Hirnströme gemessen, die auf Schallwellen im Ohr des Kindes reagieren. Beim OAE-Test misst man schwache Schwingungen im Baby-Ohr, die durch Töne ausgelöst werden, v.a. in bestimmten Haarzellen der Schnecke.

Beim Kombinationstest werden drei Elektroden am Baby befestigt: Im Nacken, an der Stirn und außerdem eine Masseelektrode auf der Schulter des Kindes. Die gesamte Testdauer beträgt ca. 15 Minuten.