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Ist mein Kind ein geeigneter Kandidat für Cochlea-Implantate?

Wenn Ihr Kind an einem schweren bis hochgradigen sensorineuralen Hörverlust leidet, und es nicht von der Schallverstärkung konventioneller Hörgeräte profitieren kann, könnte Ihr Kind ein geeigneter Kandidat für Cochlea-Implantate sein.

Ist mein Kind ein geeigneter Kandidat für Cochlea-Implantate?

Stellt Ihr Hausarzt oder ein Hals-Nasen-Ohren-Arzt fest, dass Cochlea-Implantate für Ihr Kind geeignet sind, wird Ihr Kind an ein auf den Eingriff spezialisiertes Krankenhaus überwiesen. Diese Kliniken werden auch als CI-Zentren bezeichnet. Im Krankenhaus wird ein Team von Spezialisten Voruntersuchungen durchführen, die aus einer Reihe von Tests und Beurteilungen bestehen. Nach den Voruntersuchungen steht endgültig fest, ob ein Cochlea-Implantat die richtige Hörlösung für Ihr Kind ist.

Prälingualer Hörverlust

Für Kinder mit einem prälingualen sensorineuralen Hörverlust empfiehlt es sich, eine Implantation schon im Kleinkindalter durchzuführen, um die Sprachentwicklung des Kindes so früh wie möglich zu fördern. Eine Hörminderung bei Babys und Kindern kann erblich bedingt sein (genetischer Hörverlust), kann aber auch während der Schwangerschaft, bei der Geburt oder in den ersten Lebensmonaten durch eine Infektion oder andere Krankheiten entstanden sein.

Normalerweise wird die Implantation im zweiten Lebensjahr des Kindes vorgenommen. In Einzelfällen kann es auch vorkommen, dass das Implantat schon vor dem ersten Geburtstag des Kindes eingesetzt wird. Da jeder Fall individuell ist, informiert Sie das Fachpersonal des CI-Zentrums über die weitere Vorgehensweise.

Postlingualer Hörverlust

Leidet Ihr Kind an einem postlingualen schweren bis hochgradigen sensorineuralen Hörverlust, wird empfohlen, dass die Implantation schnellstmöglich nach der Entdeckung der Hörminderung vorgenommen wird. Ein postlingualer Hörverlust kann als Folge einer Meningitis (Hirnhautentzündung) oder einer anderen Krankheit auftreten.

Ein oder zwei Implantate?

Wenn Ihr Kind von einem beidseitigen schweren bis hochgradigen sensorineuralen Hörverlust betroffen ist, empfiehlt man zwei Cochlea-Implantate einzusetzen. Die medizinische Forschung hat gezeigt, dass Kinder mit zwei Implantaten besser zurechtkommen als mit nur einem. Durch beidseitiges Hören können Geräusche leichter zugeordnet, das Sprachverstehen in lauten Umgebungen unterstützt und eine Stereowahrnehmung von Tönen möglich gemacht werden. Mit beiden Ohren zu hören, erfordert zudem weniger mentale Anstrengung als einseitiges Hören.

Sollte Ihr Kind zwei Cochlea-Implantate benötigen, können beide gleichzeitig eingesetzt werden. Ein zweites Implantat kann aber auch einige Zeit nach dem ersten implantiert werden. Das medizinische Fachpersonal hilft Ihnen auch hier weiter.

Einseitige Taubheit

Ein Cochlea-Implantat kann auch eine geeignete Hörlösung für ein Kind mit einseitiger Taubheit (unilateraler Hörverlust) sein. In diesem Fall wird ein Cochlea-Implantat auf der „tauben Seite” des Kopfes eingesetzt.

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