15 Februar 2010

Jeder neunte Arbeitnehmer ist schwerhörig

Ein Großteil der Schweden befürwortet obligatorische Hörtests am Arbeitsplatz.

10,9 Prozent der arbeitenden Bevölkerung in Schweden im Alter von 20 bis 64 Jahren, sagen aus, dass sie an einer Schwerhörigkeit leiden. Die Zahlen stammen aus dem Jahresreport 2009 der nationalen Vereinigung der Schwerhörigen, HRF. Dies bedeutet ein markantes Wachstum an Schwerhörigkeit. Im Vergleich dazu lag die Zahl der Schwerhörigen unter der arbeitenden Bevölkerung 1988 nur bei 7,2 Prozent.

In der Altergruppe 35 bis 44 Jährige gibt jeder Zehnte an, eine Beeinträchtigung des Gehöres zu haben. Gleicher Prozentsatz herrscht auch in der Altersgruppe 55 bis 64 Jahre vor.

Laut HRF ist Schwerhörigkeit ein rasant wachsendes Problem unter der arbeitenden Bevölkerung.

Hörtest haben Zuspruch

Sechs von Zehn Schweden befürworten obligatorische Hörtests am Arbeitsplatz. Aktuell wurde das Gehör von 25 Prozent getestet, wobei sich drei Mal mehr Männer regelmäßigen Tests unterziehen als Frauen.

Unter den Frauen haben nur 11 Prozent ihren Hörsinn testen lassen. Bei den Männern sind es 34 Prozent. Laut HRF ist einer der Hauptgründe dieses gravierenden Unterschiedes, dass mehr Männer im industriellen Zweig arbeiten, und dort Bestimmungen bezüglich des Gehörsinns weit verbreitet sind.

Unter den Befragten, die eine Schwerhörigkeit angaben, sagten zwei von drei außerdem aus, ihre Hörprobleme nicht mit dem Arbeitgeber besprochen zu haben.

Quelle: HRF Annual Report, 2009

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