27 Juli 2004

Jeder zweite 48-Jährige leidet an Hörverlust

Altern ist die Hauptursache für Hörverlust. Und bei Männern ist die Wahrscheinlichkeit, einen Hörverlust zu bekommen, drei Mal so hoch wie bei Frauen, unabhängig von Alter, Beruf, allgemeinem Gesundheitszustand und Lärmbelastung.

Das ist das Ergebnis einer US-amerikanischen Studie, die im "American Journal of Epidemiology, 1998, Bd.148 veröffentlicht wurde.

Andere Daten der Untersuchung: Alle fünf Jahre nachdem man das 49. Lebensjahr erreicht hat, steigt das Risiko, Hörverlust zu bekommen, um 90 Prozent. Unter den 48 bis 59-Jährigen leidet jeder Fünfte an Hörverlust. Unter den über 80-Jährigen leiden Neun von Zehn an Hörverlust. Und die Hälfte der Männer über 48 leidet an Hörverlust.

Von den Studien-Teilnehmern litten 45,6 Prozent an Hörverlust. Davon hatten 58,1 Prozent leichten Hörverlust, 30,6 Prozent litten an moderatem und 11,3 Prozent an schwerem Hörverlust.

Die Studie untersuchte 3753 Personen in Beaver Dam, Wisconsin, von 1993 bis 1995. Bei allen Teilnehmern wurden Hörtests anhand einer Audiometrie durchgeführt.

Die Studie zeigte ein höheres Vorkommen an Hörverlust bei Personen aus sozioökonomisch niedrigeren Bevölkerungsschichten und bei Leuten, die einen Arbeitsplatz in lauter Umgebung haben.

Hörverlust ist das dritthäufigste chronische Leiden in den USA. Es wird nur von Arthritis und erhöhtem Blutdruck übertroffen. Mit zunehmender Alterung der Bevölkerung wird sensorineuraler Hörverlust immer vorherrschender werden.

Quellen: Clinician Reviews 2002; 12 (6): 62-67 & American Journal of Epidemiology 1998; Bd. 148, Nr. 9.

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