Kommunikations- schwierigkeiten

Ein sensorineuraler Hörverlust kann zu drei verschiedenen Kommunikationsschwierigkeiten führen. Üblicherweise treten diese gleichzeitig, jedoch mit unterschiedlicher Stärke auf.

Zunächst führt ein sensorineuraler Hörverlust oftmals zu einem Sensitivitätsverlust. Durch den Sensitivitätsverlust hat der Patient Schwierigkeiten, gedämpft Gesprochenes zu hören. Leise Worte müssen lauter gesprochen werden, damit sie hörbar sind. Ein geringer Sensititvitätsverlust kann durch das Lauterdrehen des Fernsehens oder etwas lauteres Sprechen kompensiert werden.

Eine weitere Kommunikationsschwierigkeit ist der Verlust von Hochfrequenzen. Schwerhörigen fällt es schwer, Hochfrequenzkonsonanten wie s, t, f, p, k und Kombinationen aus Konsonanten wie ch und sch zu hören. Es kann deshalb passieren , dass eine hörgeschädigte Person einem Gespräch nicht folgen kann.

Schließlich erleiden Hörgeschädigte gegebenfalls einen Diskriminationsverlust, das heißt, sie haben Schwierigkeiten, Gesprochenes in einem lauten Umfeld zu hören. Ruhige Zweiergespräche sind meist unproblematisch, doch sobald Hintergrundgeräusche auftreten, kann es zu Verständigungsproblemen kommen. Die Störgeräusche "verschleiern" bzw. unterdrücken dabei die Sprechgeräusche.