Labyrinthitis

Patienten, die an Labyrinthitis leiden, erleben Schwindelgefühle, Gleichgewichtsverlust, Hörverlust, Tinnitus und/oder unfreiwillige Augenbewegungen.

Was ist Labyrinthitis?

Labyrinthitis ist eine Ohrenkrankheit, bei der sich der halbzirkuläre Ohrkanal, auch Labyrinth genannt, im Innenohr entzündet. Aufgrund des entzündeten Labyrinths wird dessen Funktion sowie der Gleichgewichtssinn unterbrochen.

Diese Krankheit wird höchstwahrscheinlich durch eine virale oder bakterielle Infektion ausgelöst, da sie normalerweise auf eine Mittelohrentzündung oder eine obere Atemwegsinfektion folgt. Sie tritt außerdem in Verbindung mit Allergien, Cholesteatomen oder der Einnahme von bestimmten Medikamenten, die das Innenohr schädigen, auf.

Labyrinthitis verschwindet meistens spontan nach mehreren Wochen. Um die Symptome zu dämpfen, kann die Infektion mit Antibiotika, die verschreibungspflichtig sind, behandelt werden. Außerdem ist es ratsam, während der Krankheitsdauer einige Vorsichtsmaßnahmen zu treffen, wie z.B., sich Ruhe zu gönnen, Alltagsbeschäftigungen erst langsam wieder nachzukommen, lesen, rasche Positionswechsel und grelles Licht zu vermeiden.

Risikofaktoren sind auch die Einnahme rezeptpflichtiger oder frei verkäuflicher Medizin (insbesondere Aspirin), Stress, Müdigkeit und großer Verbrauch an Zigaretten und Alkohol.

Alternative Bezeichnungen für dieses Leiden sind bakterielle oder ernste Labyrinthitis.

Quelle:

www.nlm.nih.gov/medlineplus/spanish/ency/article/001054.htm