Lärmüberempfindlichkeit – sensitive Ohren

Lärmüberempfindlichkeit ist ein bekanntes Problem bei Personen mit sensorineuralem Hörverlust.

Warum reagieren meine Ohren so empfindlich auf Lärm?

Es gibt viele Gründe, weshalb Ihre Ohren gegenüber Tönen und Geräuschen besonders sensitiv sein können. In der Regel wird ein überempfindliches Gehör jedoch mit einem Hörverlust in Verbindung gebracht. Viele von uns haben sicher schon einmal erlebt, dass alte Menschen darum bitten, man möge lauter sprechen, und kurz darauf sagen: "Schrei nicht so! Ich bin schließlich nicht taub."

Lärmüberempfindlichkeit ist ein bekanntes Problem bei Personen mit sensorineuralem Hörverlust, während Menschen mit Schallleitungsschwerhörigkeit (konduktivem Hörverlust) keine Schwierigkeiten damit haben.

Was sind sensitives Gehör und Lärmüberempfindlichkeit?

Je älter Sie werden, desto mehr der feinen Haarzellen und Nervenfasern, die im Innenohr für das Aufnehmen und Weiterleiten von Tönen und Geräuschen sorgen, gehen verloren. Da dadurch die Fähigkeit verschiedene Lautstärken zu bewerten ebenfalls beeinträchtigt wird, kann dies zu einem sehr empfindlichen Gehör führen. Um dies auszugleichen und die stärkste Lautstärke zu erzielen, aktivieren sich häufig alle restlichen Nervenfasern. Das Ergebnis ist, dass sogar recht moderate Geräusche unerträglich laut wirken.

Der dynamische Bereich im menschlichen Ohr wird begrenzt oder verringert: Wenn Geräusche überhaupt noch vernommen werden, dann als sehr laute Geräusche.

Eine schwerhörige Person sollte keine Hörgeräte tragen, die das Ohr mit verstärkten Tönen überlädt. Zahlreiche Hörgeräte verfügen über eine "Spitzenbegrenzung." Eine avanciertere Art der Kompression ist die automatische Lautstärkenkontrolle.

In einer kürzlich durchgeführten Studie stellte sich heraus, dass weißes Rauschen, welches mit Hilfe eines Geräusch-Generators im Ohr erzeugt wird, Erleichterung schaffen kann. Insbesondere bei Menschen mit normalem oder fast normalem Hörvermögen.

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