Lärmüberempfindlichkeit

Lärmüberempfindlichkeit ist ein bekanntes Problem bei Personen mit sensorineuralem Hörverlust.

Die meisten Menschen finden laute Geräusche unangenehm. Personen mit besonders empfindlichen Ohren ertragen nicht einmal normale Geräuschpegel. Ein überempfindliches Gehör steht meist im Zusammenhang mit einem Hörverlust. Viele von uns haben sicher schon einmal erlebt, dass alte Menschen darum bitten, man möge lauter sprechen, und kurz darauf sagen: "Schrei nicht so! Ich bin schließlich nicht taub."

Lärmüberempfindlichkeit ist ein bekanntes Problem bei Personen mit sensorineuralem Hörverlust, während Menschen mit Schallleitungsschwerhörigkeit (konduktivem Hörverlust) keine Schwierigkeiten damit haben.

Mit dem Alterungsprozess nimmt die Anzahl der Haarzellen und Nervenfasern, die Geräusche im Innenohr aufnehmen, ab. Die Fähigkeit, den Intensitätsgrad eines Lautes einzuschätzen, wird gestört. Um dies auszugleichen und die stärkste Lautstärke zu erzielen, aktivieren sich häufig alle restlichen Nervenfasern. Das Ergebnis ist, dass sogar recht moderate Geräusche unerträglich laut wirken.

Der dynamische Bereich im menschlichen Ohr wird begrenzt oder verringert: Wenn Geräusche überhaupt noch vernommen werden, dann als sehr laute Geräusche.

Eine schwerhörige Person sollte keine Hörgeräte tragen, die das Ohr mit verstärkten Tönen überlädt. Zahlreiche Hörgeräte verfügen über eine "Spitzenbegrenzung." Eine avanciertere Art der Kompression ist die automatische Lautstärkenkontrolle.

In einer kürzlich durchgeführten Studie stellte sich heraus, dass weißes Rauschen, welches mit Hilfe eines Geräusch-Generators im Ohr erzeugt wird, Erleichterung schaffen kann. Insbesondere bei Menschen mit normalem oder fast normalem Hörvermögen.