30 Oktober 2019

Migräne erhöht Risiko für Innenohrerkrankungen

Neuere Studie zeigt einen möglichen Zusammenhang zwischen Migräne und Erkrankungen der Hörschnecke im Innenohr, wie Tinnitus, plötzliche Hörverluste und Hörsturz.

Eine taiwanische Studie hat herausgefunden, dass Migräneanfälle das Risiko für Tinnituserkrankungen, einen plötzlichen Hörverlust ( Hörsturz) erhöhen. Darüber hinaus konnte die Studie belegen, dass Migränepatienten ein dreifach höheres Risiko haben, einen Tinnitus zu entwickeln.

Laut der Studie haben Migränepatienten öfter mit Erkrankungen der Cochlea, insbesondere Tinnitus, Probleme. Die Cochlea, auch Hörschnecke genannt, befindet sich im Innenohr.

Im Vergleich zu einer gesunden Kontrollgruppe war die Häufigkeitsrate von Störungen der Cochlea bei Migränepatienten um einiges höher. Patienten, die von Migräneanfällen betroffen waren, hatten ein 3,3-mal höheres Risiko einen Tinnitus zu entwickeln. Dazu kam ein 1,22-mal höheres Risiko einen plötzlichen Hörverlust oder Hörsturz zu erleiden und ein geringes Risiko (1,03-mal höher als bei der Kontrollgruppe) an einem sensorineuralen Hörverlust zu erkranken.

Kurz zur Studie

Die Forscher werteten Daten von 1056 taiwanesischen Patienten aus. Die Informationen der Versuchsteilnehmer wurden der landesweiten Krankenversicherungsdatenbank aus dem Jahre 2005 entnommen. Bei allen Versuchsteilnehmern wurde zwischen 1996 und 2012 Migräne festgestellt. Die Migränepatienten wurden mit einer Kontrollgruppe von 4224 gesunden Personen verglichen.

Die Studie wurde in der medizinischen Fachzeitschrift JAMA Otolaryngology–Head & Neck Surgery veröffentlicht.

Quellen: JAMA Otolaryngology–Head & Neck Surgery und www.clinicalpainadvisor.com.