13 März 2013

Migräne verdoppelt Risiko für plötzlichen Hörverlust

Forscher aus Taiwan haben einen Zusammenhang zwischen Migräne und plötzlicher Schwerhörigkeit nachgewiesen.

Plötzlicher sensorineuraler Hörverlust (SSNHL) ist ein seltenes Leiden, bei dem eine Person oft scheinbar grundlos das Hörvermögen verliert. Deshalb spricht man auch oft von idiopathischer, plötzlicher Schwerhörigkeit.

„Idiopathisch“ wird bei Erscheinungen mit unbekannter Ursache verwendet. Idiopathische, plötzliche Schwerhörigkeit ist ein wenig erforschtes Krankheitsbild, da Diagnose und Behandlung nicht einfach sind.

Forscher des Taipei Veterans General Hospital in Taiwan haben das Krankheitsbild bei idiopathischer plötzlicher Schwerhörigkeit näher studiert. In der Studie wurden Patienten zweier Gruppen verglichen. Die eine Gruppe litt an Migräne und die andere nicht.

Die Studie aus Taiwan hat ergeben, dass die Patienten mit Migräne ein fast doppelt so hohes Risiko hatten, was das Vorkommen einer idiopathischen plötzlichen Schwerhörigkeit betrifft.

Seltene Erkrankung

Die Ergebnisse der Studie deuten auf einen Zusammenhang zwischen Migräne und Schwerhörigkeit hin.

Auch wenn Migräne damit als ein Risikofaktor identifiziert werden kann, bleibt ein plötzlicher Hörsturz weiterhin eine seltene Erkrankung mit unklaren Ursachen.

Zu den bisher identifizierten Ursachen der Erscheinung zählen Virusinfektionen, Tumore und Schleudertraumen.

Quelle:

www.ncbi.nih.gov  

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