Mutationen häufig Schuld an Hörverlust

Die Ursache für Hörverlust versteckt sich in vielen Fällen in den menschlichen Gen-Bausteinen. Die Forschung zeigt, dass genetische Fehler ebenso wie Lärm und Infektionen ein eingeschränktes Hörvermögen zur Folge haben können.

Laut einer amerikanischen Untersuchung ist Hörverlust bei Kindern in den Entwicklungsländern in 50 Prozent der Fälle auf Genmutationen zurückzuführen. Mit anderen Worten ist Schwerhörigkeit erblich.


Gene beeinflussen uns von der Geburt an bis zum Tod

Manche Menschen kommen schon mit einer Schwerhörigkeit zur Welt, viele jedoch sind schwerhörig im Alter. Teilweise kann dies den Genen geschuldet sein. In einem Fachartikel in Experimental Gerontology wird davon ausgegangen, dass die Gründe für altersbedingte Schwerhörigkeit bei 35 bis 55 Prozent in den Genen liegen.


Manche Kulturen sind mehr disponiert als andere

Menschen bestimmter Kulturen sind daher auch anfälliger für Hörverlust aufgrund der Gene. Eine deutsche Studie, bei denen die Daten von 3,5 Millionen Menschen mit einbezogen wurden, hat ergeben, dass türkische Kinder öfter zur Ausbildung von genetisch bedingtem Hörverlust tendieren als deutsche Kinder. Kinder türkischer Eltern hatten eine Wahrscheinlichkeit von 0,04 Prozent an schwerem Hörverlust zu leiden. Dies entspricht dem Sechsfachen der allgemein gültigen Wahrscheinlichkeit.

Quelle: Reuters Health, www.reutershealth.com, 'Genes in the Ear: What Have We Learned Over the Last Years?', Scandinavian Audiology

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