18 Juni 2007

Ontario für Vorbeugung von Schwerhörigkeit am Arbeitsplatz

Starke Lärmbelästigung am Arbeitsplatz führt häufig zu dauerhafter Arbeitsunfähigkeit. Eine Regierungsinitiative in Ontario, Kanada, zielt darauf ab, Schwerhörigkeit bei Arbeitern, die in lauten Arbeitsumfeldern tätig sein müssen, vorzubeugen und so Ersatzleistungen zu reduzieren.

Überall auf der Welt sind Arbeiter von Lärm bedingter Schwerhörigkeit betroffen. In Europa sind 6 Millionen deutsche Arbeiter durch schädigende Lärmpegel betroffen und 38 Prozent aller Arbeitsunfälle in Österreich sind Lärmschäden am Gehör.

Laut kanadischem Schwerhörigenbund sind 35 Prozent der kanadischen Arbeiter der Schwerindustrie schädigendem Lärm ausgesetzt. Der geschätzte Umfang der Ersatzleistungen bezifferte sich in Ontario von 1995 bis 2004 auf rund 100 Millionen kanadische Dollar.

Die kanadische Regierung fokussiert auf eine Verbesserung der Gesundheit und Sicherheit, v.a. an Arbeitsplätzen in der Offshore-Öl- und Gasindustrie. Die maximale Lärmbelastung wird von der bisherigen Lärmgrenze von 90 dB auf 85 dB gesenkt. Und es werden genaue Zeitangaben für das durchschnittliche Lärmlimit eines Arbeitstages festgelegt.

Strengerer Gesetzesvollzug

Der Vollzug des neuen Gesetzes soll durch 200 neu angestellte Gesundheits- und Sicherheitsinspektoren umgesetzt werden. Firmen, die im Bereich Gesundheit und Sicherheit keine zufrieden stellenden Ergebnisse abliefern und/oder die bei kanadischen Versicherungen durch hohe Folgekosten auffallen, wird besondere Aufmerksamkeit geschenkt.

Die neuen Bestimmungen treten Juli 2007 in Kraft.

Quellen: Kanadische Schwerhörigenbund.

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