16 Januar 2006

Pilotstudie zum Hörscreening

In Deutschland gibt es kein bundesweites Hörscreening für Neugeborene. Das Bundesgesundheitsministerium bietet Testprogramme für eine Reihe von Bundesländern an.

Das Bundesgesundheitsministerium reagiert damit auf den hohen volkswirtschaftlichen Verlust, den unbehandelte Hörschäden nach sich ziehen. Laut Ministerium kommen in Deutschland ein bis zwei von 1.000 Kindern mit einer gravierenden Schwerhörigkeit zur Welt.

80.000 bis 150.000 Kinder sind mittelgradig schwerhörig. Drei bis vier Prozent aller Kinder leiden an einer leichten Schwerhörigkeit. Das sind bundesweit insgesamt über 500.000 Kinder mit Hörschäden.

Das Deutsche Zentralregister für kindliche Hörstörungen in Berlin ermittelte, dass rund 80.000 Kinder einen so hochgradigen Hörverlust haben, dass sie spezielle Sonderschulen besuchen müssen.

Als Folge unbehandelter Schwerhörigkeit drohen irreversible Beeinträchtigungen der sprachlichen, intellektuellen, sozialen und emotionalen Entwicklung. Seit Jahren fordern Fachleute ein generelles Hörscreening für alle Bundesländer Deutschlands. In den USA, Österreich, den Niederlanden, Belgien, England und Israel ist das universelle Neugeborenen-Hörscreening weitgehend verwirklicht.

Mehrere weltweit abgeschlossene Studien haben die Notwendigkeit sowie Effizienz des Hörscreenings bewiesen. In Deutschland sollen durch die Pilotstudie Umsetzbarkeit, Effektivität und gesundheitsökonomische Gesichtspunkte des Neugeborenen-Hörscreenings untersucht werden.

Danach obliegt es dem Gemeinsamen Bundesausschuss, das Hörscreening in die Richtlinien der Kindervorsorgeuntersuchungen aufzunehmen.

In Deutschland ist ein Kind im Durchschnitt 2½ Jahre alt, bis eine angeborene Schwerhörigkeit entdeckt wird.

Quellen:

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