23 März 2016

Rauchen macht schwerhörig

Raucher und Menschen, die passivem Rauchen ausgesetzt sind, haben öfter Hörverlust. Raucher haben sogar ein 15% höheres Risiko für Hörverlust im Vergleich zu Nichtrauchern.

Wer mit dem Rauchen aufhört oder auch die Belastung durch passives Rauchen vermeidet, verringert gleichzeitig das Risiko für eine Schwerhörigkeit. Aktuelle Forschungsergebnisse zeigen, dass Raucher und Menschen, die passivem Rauchen ausgesetzt sind, öfter eine Schwerhörigkeit haben.

„Wir fanden heraus, dass je mehr Zigaretten und je länger Menschen rauchen, desto größer ist das Risiko für eine Schwerhörigkeit", so Studienleiter Dr. Piers Dawes, Centre of Human Communication and Deafness, University of Manchester, UK.

Beenden Sie das Rauchen und reduzieren das Risiko für Schwerhörigkeit

Die Forscher analysierten die Daten von 164.770 britischen Erwachsenen im Alter von 40 bis 69 Jahren, die zwischen 2007 und 2010 Hörtests haben durchführen lassen (UK-Biobank). Sie fanden heraus, dass Raucher ein 15,1% höheres Risiko für Hörverlust haben als Nichtraucher.

Die Studie ergab auch, dass Ex-Raucher ein leicht niedrigeres Risiko für Hörverlust haben. Die Forscher vermuten, dass diejenigen, die das Rauchen aufgeben, generell zu einem gesünderen Lebensstil tendieren.

Wesentliche Ursache für Hörverlust

„Rund 20% der britischen Bevölkerung rauchen. – In manchen Ländern sind es bis zu 60%. Damit ist Rauchen eine wesentliche Ursache für Hörverlust weltweit.", so Dr. Dawes.

Trotz der Ergebnisse der Studie ist der Zusammenhang zwischen Rauchen und Hörverlust noch unklar. „Wir wissen nicht, ob Giftstoffe im Zigarettenrauch das Gehör direkt beeinflussen, oder ob die durch das Rauchen verursachten kardiovaskulären Erkrankungen zu der Hörminderung führen oder ob beides zutrifft", erklärt der Forscher weiter.

Quelle: www.manchester.ac.uk

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