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19 Dezember 2018

Raucher haben ein erhöhtes Risiko für Schwerhörigkeit

Eine große japanische Studie bringt Rauchen mit einem erhöhten Risiko für Schwerhörigkeit in Verbindung.

Raucher haben ein erhöhtes Risiko für Schwerhörigkeit

Es ist weithin bekannt, dass Rauchen Ihrer Gesundheit in vielfältiger Weise schadet. Eine Studie hat nun gezeigt, dass Raucher darüber hinaus ein höheres Risiko haben, eine Schwerhörigkeit zu entwickeln.

Eine Studie, an der 50195 japanische Arbeitnehmer teilnahmen, hat gezeigt, dass Raucher ein um das 1,6–Fache erhöhtes Risiko haben, eine Tieftonschwerhörigkeit zu entwickeln, sowie ein um das 1,2-Fache erhöhtes Risiko, eine Hochtonschwerhörigkeit zu erleiden. Die Wahrscheinlichkeit, dass Raucher eine Tieftonschwerhörigkeit erleiden liegt somit um 60 % und die, eine Hochtonschwerhörigkeit zu entwickeln, liegt um 20 % höher als bei Personen, die niemals geraucht haben. Diese Zahlen ergeben sich nach der Anpassung von anderen Faktoren, wie z. B. Berufslärm.

Das Risiko sowohl eine Hoch- und eine Tieftonschwerhörigkeit zu entwickeln, stieg laut der Studie mit der Anzahl der Zigaretten, die pro Tag geraucht wurden. Die Studie konnte auch einen Abfall des Risikos für die Entwicklung einer Schwerhörigkeit nach dem Rauchstopp und sogar bei Personen, die vor nur fünf Jahren das Rauchen aufgegeben hatten, nachweisen.

Rauchen als unabhängiger Risikofaktor

„Mit einer großen Anzahl Teilnehmer, einer langen Nachbeobachtungsphase und einer objektiven Beurteilung der Schwerhörigkeit, bietet unsere Studie einen schwerwiegenden Beweis dafür, dass Rauchen ein unabhängiger Risikofaktor für die Entwicklung von Schwerhörigkeit ist“. So der Hauptautor der Studie Dr. Huanhuan Hu, der Japans National Center for Global Health and Medicine angestellt ist.

Zur Studie

An der Studie nahmen 50195 japanische Angestellte im Alter von 20 bis 64 Jahren teil. Keiner der Teilnehmer war zu Beginn der Studie schwerhörig. Die Teilnehmer wurden über einen Zeitraum von acht Jahren beobachtet. Die Forscher analysierten Daten von jährlichen Gesundheitsuntersuchungen, welche auch einen von einem Techniker durchgeführten Hörtest, sowie die Beantwortung eines gesundheitsbezogenen Fragebogens durch jeden Teilnehmer einbezogen. Die Forscher untersuchten bei jedem Teilnehmer den Effekt des Zigarettenkonsums (Raucher, ehemaliger Raucher oder Nichtraucher), die Anzahl der täglich gerauchten Zigaretten und die Dauer des Rauchstopps auf den Umfang des Hörverlusts.

In der Nachbeobachtungsphase entwickelten 3532 Teilnehmer eine Tieftonschwerhörigkeit, während 1575 Teilnehmer eine Hochtonschwerhörigkeit entwickelten.

Die Studie „Smoking, Smoking Cessation, and the Risk of Hearing Loss: Japan Epidemiology Collaboration on Occupational Health Study” wurde in der Fachzeitschrift Nicotine & Tobacco Research (Oxford University Press) veröffentlicht.

Quellen:medicalxpress.com und Nicotine & Tobacco Research

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