Retraining bei Tinnitus

Fortschritte in der Tinnitusforschung haben eine Reihe von neuartigen Behandlungsmöglichkeiten hervorgebracht, die die Bewältigung von und das Leben mit Tinnitus erleichtern sollen. Dazu gehört die Tinnitus-Retraining-Therapie (TRT).

Was ist Tinnitus-Retraining-Therapie?

Die Forschung im Feld Tinnitus hat verschiedene, neuartige Behandlungsmethoden hervorgebracht. Dazu gehört die "Tinnitus-Retraining-Therapie" (TRT).

Die Therapie rückt dem Ton direkt am Wahrnehmungsort zu Leibe und soll dem Hirn beibringen, den Tinnituston zu überhören. Diese spezielle Therapieform hat bei vielen Menschen zu einer Verringerung von Stress und einer Verbesserung der Lebensqualität beigetragen.

Die Methode kann im Prinzip mit dem Geräusch eines Regentropfens verglichen werden. Beim ersten Tropfen kann man das Geräusch vernehmen jedoch wird das Geräusch nach und nach nicht mehr wahrgenommen.

Die Therapie bedarf einer engen Zusammenarbeit mit den Gehörspezialisten. Sie geht die Wurzel das Problems an, das Gehirn. Dieses soll nämlich lernen, das Geräusch zu ignorieren.

Wie funktioniert Tinnitus-Retraining-Therapie?

Die TRT-Methode kombiniert drei wesentliche Behandlungsschritte:

1. Eine ausführliche Aufklärung der betroffenen Person.

2. Der Einsatz von Noisern, die den Tinnitus mildern. Durch ein Gerät wird dem Ohr ein "rosa Rauschen" vermittelt, dass die Konzentration vom Tinnitus weitgehend ablenkt. Dieser Schritt dient als Grundlage für Punkt 3.

3. Durch eine psychologische Therapie soll dem Patienten geholfen werden, den Pfeifton überhören zu lernen. Unterstützend dazu werden Tiefenentspannungs- und Stressbewältigungsübungen eingesetzt. Ziel ist es, Ängste abzubauen und sich weniger auf den Tinnitus zu konzentrieren.

Das Endziel ist die völlige Eliminierung des Geräuschs.

Die Behandlungsdauer variiert je nach Behandlungsort.

Andere Therapieformen bei Tinnitus

Klangtherapie, kognitive Verhaltenstherapie, Gruppentherapie und Tinnitusberatung können der tagtäglichen Belastung Tinnitusbetroffener abhelfen. Lesen Sie hier mehr zum Thema Behandlungsmethoden.


Quellen: www.ohrensausen.de und www.netdoktor.de

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