Schweden

Organisation und Finanzierung
In Schweden wird die audiologische Gesundheitsversorgung öffentlich finanziert und von den örtlichen Behörden verwaltet. Das bedeutet, Hörgeschädigte Patienten werden von Region zu Region unterschiedlich behandelt.

Einige Bezirke kommen für sämtliche Aufwendungen auf, während es in anderen festgelegte Zuschussgrenzen gibt, die pro Hörgerät meist zwischen 3.000 und 3.500 schwedischen Kronen liegen (ca. 340-400 Euro). In manche Regionen werden allein das Testen und Anpassen der Hörgeräte mit 140 bis 500 schwedischen Kronen (rund 16-57 Euro) berechnet. Woanders werden Gebühren für den Besuch einer audiologischen Abteilung erhoben.

Es gibt zwar Hörgeräteakustiker/Privathändler, aber die Patienten müssen für deren Dienste selbst zahlen, da öffentliche Zuschüsse für Privateinrichtungen nicht verwendet werden dürfen.

Testen und behandlung
In Schweden wird die audiologische Gesundheitsversorgung von Hörzentren vorgenommen, die üblicherweise mit den allgemeinen öffentlichen Krankenhäusern zusammenarbeiten. In diesen Zentren sind Ärzte und Fachleute der Audiologie tätig.

Die Betroffenen können sich auch an einen Privathändler wenden.

Wartelisten
Die Wartelisten in Schweden liegen zwischen 1 und 27 Monaten. Kinder, junge Leute, Berufstätige, Menschen mit starken Hörschäden und Benutzer veralteteter Hörgeräte werden vorrangig behandelt.

Entscheidet sich jemand für einen Privathändler, gibt es praktisch gar keine Wartelisten für Hörgeräte.

Hörgerätarten
Im Rahmen des öffentlichen Systems werden hauptsächlich Analoghörgeräte ausgestellt, aber auch Digitalhörgeräte sind verfügbar.

Wendet sich jemand an einen Privathändler, kann er sein Hörgerät natürlich frei auswählen.

Batterien und Wartung
Die Kosten für Batterien bezahlt der Hörgerätträger, weitere Serviceleistungen sind kostenlos.