28 Mai 2015

Schwerhörige Menschen sind sozial weniger aktiv

Schwerhörigkeit beeinträchtigt das Sozialleben älterer Menschen und den Umgang mit anderen generell. Das haben finnische Studien gezeigt.

Ältere Menschen, die Probleme mit dem Gehör haben, haben auch Schwierigkeiten bei der Teilnahme an sozialen Aktivitäten und Veranstaltungen. Dies ist das Ergebnis von finnischen Studien, die den Zusammenhang von Schwerhörigkeit und der Häufigkeit sozialer Aktivitäten bei älteren Menschen untersucht haben.

Die Studien zeigen, dass ältere Menschen mit Hörproblemen seltener an Aktivitäten mit ihren Freunden teilnehmen, als Menschen ohne Hörprobleme. Der Grund dafür ist, dass Gruppenaktivitäten mit Hörverlust oft schwierig sind, da Gespräche in lauter Umgebung oft sehr anstrengend oder gar unverständlich sind.

Wenn ältere Menschen weniger sozial aktiv sind, sinkt ihre Lebensqualität. Die älteren Menschen gaben an, dass ihrer Hörprobleme Ursache sind, dass sie nicht in der Lage sind, ihr Leben so leben, wie sie gerne möchten.

Schwerhörige schärfen andere Sinne

Im Rahmen der finnischen Studien wurden 848 Menschen im Alter von 75-90 befragt. Rund die Hälfte berichtet, Schwierigkeiten zu haben, wenn sie sich mit einer Person in einer lauten Umgebung unterhält. Jeder zehnte gab an, sehr große Probleme in diesen Situationen zu haben.

Die Studien weisen auf Verbeuge- und Behandlungsmaßnahmen hin, um mehr soziale Aktivitäten der Menschen mit Hörproblemen zu fördern. Hörgeschädigte Menschen neigen dazu, mit anderen Sinnen zu kompensieren. Daher ist es besonders wichtig, sich von Angesicht zu Angesicht zu unterhalten. Das erleichtert das Lippenlesen und damit  die Teilnahme an sozialen Aktivitäten.

Quelle: www.eurekalert.org

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